StatPearls2026

Akute Bronchitis: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die akute Bronchitis ist eine häufige, selbstlimitierende Entzündung der großen und mittleren Atemwege. Sie betrifft jährlich etwa fünf Prozent der Erwachsenen und tritt gehäuft in den Wintermonaten auf.

In 90 bis 95 Prozent der Fälle bei ansonsten gesunden Erwachsenen wird die Erkrankung durch Viren wie Influenza, Rhinovirus oder Adenovirus ausgelöst. Bakterielle Erreger wie Bordetella pertussis oder Mycoplasma pneumoniae sind für weniger als zehn Prozent der Fälle verantwortlich.

Das Leitsymptom ist ein anhaltender Husten, der im Median 18 Tage andauert und mit oder ohne Auswurf einhergeht. Die Erkrankung verläuft in der Regel gutartig und heilt spontan aus.

Empfehlungen

Die StatPearls-Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen zur Versorgung der akuten Bronchitis:

Diagnostik

  • Die Diagnose wird primär klinisch anhand der Anamnese und der körperlichen Untersuchung gestellt.

  • Ein Röntgen-Thorax wird laut Leitlinie nur empfohlen, wenn der Verdacht auf eine Pneumonie besteht (z. B. bei Herzfrequenz über 100/min, Atemfrequenz über 24/min, Temperatur über 38 °C oder pathologischen Auskultationsbefunden).

  • Bei älteren Personen (über 75 Jahre) oder Menschen mit neurokognitiven Einschränkungen wird eine großzügigere Indikation zur erweiterten Diagnostik empfohlen.

  • Mikrobiologische Schnelltests oder PCR-Untersuchungen sollten auf spezifische Situationen beschränkt bleiben, etwa während der Influenzasaison oder bei starkem Verdacht auf Pertussis.

Therapie

  • Es wird eine primär symptomatische Therapie mit nicht-pharmakologischen Maßnahmen (z. B. heißer Tee, Honig) oder Antitussiva wie Dextromethorphan empfohlen.

  • Die Leitlinie rät ausdrücklich vom routinemäßigen Einsatz von Antibiotika bei unkomplizierter akuter Bronchitis ab, da diese den Krankheitsverlauf nicht signifikant verkürzen.

  • Eine antimikrobielle Therapie ist nur bei Nachweis eines behandelbaren Erregers (z. B. Pertussis) indiziert.

  • Beta-Sympathomimetika sollten laut Leitlinie nur bei Patienten mit Giemen und Atemwegsobstruktion erwogen werden.

  • Der Einsatz von systemischen Glukokortikoiden wird nur bei Patienten mit zugrunde liegendem Asthma oder COPD empfohlen.

Nachsorge

  • Bei Symptomen, die länger als sechs Wochen anhalten, wird eine Reevaluation empfohlen.

  • Hierbei sollte die ursprüngliche Diagnose überprüft und auf mögliche Komplikationen oder andere Ursachen des chronischen Hustens geachtet werden.

Kontraindikationen

Laut Leitlinie gibt es folgende Warnhinweise:

  • Codein: Der Einsatz von Codein zur Hustenstillung sollte aufgrund des Abhängigkeitspotenzials vermieden werden.

  • Antibiotika: Der empirische Einsatz von Antibiotika bei unkomplizierter akuter Bronchitis wird aufgrund fehlender Wirksamkeit, potenzieller Nebenwirkungen und der Gefahr der Resistenzentwicklung abgelehnt.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont, dass eitriger Auswurf bei einer akuten Bronchitis nicht zwingend auf eine bakterielle Infektion hinweist. Etwa die Hälfte der Patienten berichtet über purulentes Sputum, was jedoch keine Indikation für eine antibiotische Therapie darstellt.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie hält der Husten nach einer akuten Bronchitis typischerweise 10 bis 20 Tage an. Die mediane Dauer beträgt 18 Tage.

Ein Röntgenbild wird empfohlen, wenn klinische Zeichen einer Pneumonie vorliegen. Dazu gehören eine Herzfrequenz über 100/min, eine Atemfrequenz über 24/min oder Fieber über 38 °C.

Die Leitlinie rät von Antibiotika bei unkomplizierter akuter Bronchitis ab, da 90 bis 95 Prozent der Fälle viral bedingt sind. Antibiotika verkürzen die Krankheitsdauer nicht signifikant.

Zur symptomatischen Linderung können laut Leitlinie Antitussiva wie Dextromethorphan eingesetzt werden. Von Codein wird aufgrund des Suchtpotenzials abgeraten.

Der Einsatz von Beta-Mimetika wird nur bei Patienten empfohlen, die bei der Auskultation ein Giemen (Wheezing) oder eine Atemwegsobstruktion aufweisen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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