StatPearls2026

Chronische Bronchitis: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Zusammenfassung definiert die chronische Bronchitis bei Erwachsenen als produktiven Husten, der an mindestens drei Monaten pro Jahr in zwei aufeinanderfolgenden Jahren auftritt. Ursächlich ist meist eine langanhaltende Exposition gegenüber Atemwegsirritantien wie Tabakrauch, beruflichen Stäuben oder Biomassebrennstoffen.

Bei Kindern wird das Krankheitsbild als protrahierte bakterielle Bronchitis (PBB) bezeichnet. Diese ist durch einen feuchten Husten von über vier Wochen Dauer gekennzeichnet, der nach einer zweiwöchigen Antibiotikatherapie abklingt.

Unbehandelt kann die Erkrankung in beiden Altersgruppen zu einer dauerhaften Einschränkung der Lungenfunktion führen. Bei Erwachsenen besteht zudem ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse und eine erhöhte Gesamtmortalität.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen zur Diagnostik und Therapie:

Diagnostik

Laut Leitlinie wird bei Erwachsenen mit einem Husten von mehr als acht Wochen ein Röntgen-Thorax empfohlen. Bei Kindern ist diese Untersuchung bereits nach einem Husten von mehr als vier Wochen indiziert.

Zur weiteren Abklärung wird ab einem Alter von drei Jahren eine Spirometrie angeraten. Bei Kindern mit mehr als drei PBB-Episoden pro Jahr empfiehlt die Leitlinie eine erweiterte Diagnostik mittels Bronchoskopie und hochauflösendem CT.

Therapie bei Erwachsenen

Die wichtigste Maßnahme zur Progressionshemmung ist laut Leitlinie die strikte Raucherentwöhnung. Bei akuten Exazerbationen wird folgende medikamentöse Stufentherapie empfohlen:

  • Kurzwirksame Bronchodilatatoren (z. B. Albuterol) als Basistherapie

  • Systemische Steroide bei mittelschweren bis schweren Symptomen

  • Antibiotika bei Vorliegen der Kardinalsymptome (Atemnot, Sputumvolumen, eitriges Sputum)

Zusätzlich wird bei Patienten mit schwerer COPD und häufigen Exazerbationen der Einsatz von PDE-4-Inhibitoren wie Roflumilast empfohlen. Eine pulmonale Rehabilitation von mindestens sechs Wochen wird zur Steigerung der Belastungstoleranz angeraten.

Therapie bei Kindern (PBB)

Die Leitlinie empfiehlt eine kalkulierte Antibiotikatherapie, die bei ausbleibender Besserung um weitere zwei Wochen verlängert werden sollte. Es wird betont, dass die Diagnose primär klinisch gestellt wird.

Impfempfehlungen

Zur Prävention von Exazerbationen wird für Personen mit chronischen Lungenerkrankungen ein umfassender Impfschutz empfohlen:

  • Jährliche Influenza-Impfung

  • Pneumokokken-Impfung (bevorzugt PCV21 bei Erwachsenen)

  • COVID-19-Impfung sowie Auffrischung von Tetanus, Diphtherie und Pertussis

  • RSV-Impfung für Personen über 60 Jahre oder mit chronischen Begleiterkrankungen

Dosierung

Die Leitlinie nennt folgende spezifische Dosierungsschemata und Therapiedauern:

PatientengruppeEmpfohlene AntibiotikaTherapiedauer
Erwachsene (durchschnittliches Risiko)Makrolide oder Cephalosporine (2./3. Generation)5 Tage
Erwachsene (hohes Risiko)Amoxicillin-Clavulansäure oder respiratorische Fluorchinolone5 Tage
Erwachsene (Pseudomonas-Risiko)Ciprofloxacin5 Tage
Kinder mit PBBAmoxicillin-Clavulansäure (Erstlinie)Mindestens 14 Tage
MedikamentDosierungIndikation
Prednison40 mg täglichMittelschwere bis schwere Exazerbation bei Erwachsenen (für 5 Tage)

Kontraindikationen

Laut Leitlinie wird vom Einsatz von Azithromycin bei Kindern mit protrahierter bakterieller Bronchitis abgeraten. Als Grund werden zunehmende Resistenzen bei Streptococcus pneumoniae und Haemophilus influenzae genannt.

Bezüglich des Einsatzes von Mukolytika bei stabiler chronischer Bronchitis existieren widersprüchliche Empfehlungen. Die American Academy of Chest Physicians rät von deren Einsatz ab, während die GOLD-Leitlinie diese zur Reduktion von Exazerbationen unterstützt.

Frage zu dieser Leitlinie stellen...

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont, dass eine Antibiotikatherapie bei akuten Exazerbationen von Erwachsenen nur indiziert ist, wenn mindestens zwei von drei Kardinalsymptomen (vermehrte Atemnot, erhöhtes Sputumvolumen, eitriges Sputum) vorliegen. Dabei muss eines der beiden Symptome zwingend das eitrige Sputum sein. Es wird darauf hingewiesen, dass eine Therapiedauer von fünf Tagen in den meisten Fällen ausreichend ist und längere Gaben keinen Zusatznutzen bieten.

Häufig gestellte Fragen

Gemäß der Leitlinie wird ein Röntgen-Thorax bei Erwachsenen mit einem Husten von über acht Wochen empfohlen. Bei Kindern ist diese Bildgebung bereits bei einem Husten von mehr als vier Wochen indiziert.

Es wird der Einsatz von kurzwirksamen Bronchodilatatoren wie Albuterol empfohlen. Bei mittelschweren bis schweren Symptomen rät die Leitlinie zusätzlich zu systemischen Steroiden für fünf Tage.

Die Leitlinie empfiehlt Amoxicillin-Clavulansäure als Therapie der ersten Wahl. Die Behandlungsdauer sollte mindestens zwei Wochen betragen.

Hierzu existieren laut Leitlinie unterschiedliche Empfehlungen. Während einige Fachgesellschaften davon abraten, unterstützt die GOLD-Leitlinie den Einsatz zur Reduktion von Exazerbationen.

Ein Antibiotikum wird empfohlen, wenn alle drei Kardinalsymptome (Atemnot, Sputumvolumen, eitriges Sputum) vorliegen. Alternativ reicht das Vorliegen von zwei Symptomen aus, sofern eines davon eitriges Sputum ist.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: StatPearls: Chronic Bronchitis (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien