Stammzelltransplantation: COVID-19-Spendersicherheit

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: NICE (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die hämatopoetische Stammzelltransplantation (HSCT) erfordert eine ausgeprägte Immunsuppression. Dies geht mit einem stark erhöhten Risiko für schwere Verläufe von Atemwegsinfektionen wie COVID-19 einher.

Die vorliegende NICE-Leitlinie (NG164) formuliert Maßnahmen, um die Sicherheit von Empfängern und Spendern zu maximieren. Ziel ist es, das Infektionsrisiko zu minimieren und gleichzeitig Ressourcen im Gesundheitssystem optimal zu nutzen.

Die Empfehlungen umfassen sowohl die prä- und posttransplantäre Versorgung als auch organisatorische Aspekte. Sie basieren auf der Expertise von Spezialisten und spiegeln die angepasste klinische Praxis wider.

Empfehlungen

Prätransplantäre Maßnahmen für Empfänger

Es wird empfohlen, dass Empfänger mindestens zwei Wochen vor der Transplantation Maßnahmen zur Minimierung des Infektionsrisikos ergreifen. Eine Testung auf respiratorische Viren (einschließlich SARS-CoV-2) wird angeraten. Diese sollte innerhalb von sieben Tagen vor der Aufnahme sowie am Aufnahmetag vor Beginn der Konditionierung erfolgen.

Bei engem Kontakt mit einer an COVID-19 erkrankten Person in der Vorwoche wird eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung empfohlen. Darauf basierend kann eine Verschiebung der allogenen Stammzelltransplantation erwogen werden.

Spenderauswahl und Zellgewinnung

Für allogene Transplantationen wird die Identifikation eines Ersatzspenders oder einer Nabelschnurbluteinheit angeraten, falls Probleme bei der Entnahme auftreten. Es wird empfohlen, routinemäßig frische Spenden zu verwenden.

Kryokonservierte Spenden sollten nur in Ausnahmefällen zum Einsatz kommen. Werden sie genutzt, wird ein Eintreffen im Transplantationszentrum vor Beginn der Konditionierung empfohlen.

Umgang mit COVID-19 bei Spendern

Bei Spendern mit COVID-19-Symptomen gelten folgende Vorgaben für die Rückstellung:

  • Bei Spenden von peripheren Blutstammzellen (HPC-Apherese) oder mononukleären Zellen wird eine Verschiebung um 14 Tage nach Abklingen der Symptome empfohlen.

  • Bei dringendem Bedarf vor Ablauf dieser 14 Tage wird eine ärztliche Risikobewertung zur vorzeitigen Freigabe angeraten.

  • Bei Knochenmarkspenden (HPC-Marrow) wird die Dauer der Rückstellung in Absprache mit der Anästhesie festgelegt.

Posttransplantäre Versorgung und Organisation

Es wird eine strikte Schutzisolierung der Empfänger empfohlen. Die Notwendigkeit von Prozeduren außerhalb der Isolation sollte streng gegen das Risiko nosokomialer Infektionen abgewogen werden.

Positiv auf COVID-19 getestete Personen sollten in Zimmern mit Unterdruck isoliert werden. Falls dies nicht möglich ist, wird die Unterbringung in Zimmern mit neutralem Druck angeraten. Zudem wird empfohlen, alle Beteiligten zur Teilnahme am COVID-19-Impfprogramm zu ermutigen.

Kontraindikationen

Treten beim Spender in einer späten Phase (nach Beginn der Konditionierung des Empfängers) COVID-19-Symptome auf, stellt dies ein akutes Risiko dar. In diesem Fall wird eine sofortige Diskussion mit dem Register und dem Entnahmezentrum empfohlen, um die Sicherheit der Spendenannahme zu klären.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei der Verwendung von kryokonservierten Zellen in Ausnahmefällen wird dringend angeraten, sicherzustellen, dass diese vor Beginn der Konditionierung im Transplantationszentrum eingetroffen sind. Dies minimiert das Risiko lebensbedrohlicher Verzögerungen für den bereits immunsupprimierten Empfänger.

Häufig gestellte Fragen

Eine Testung auf respiratorische Viren wird innerhalb von sieben Tagen vor der stationären Aufnahme empfohlen. Zusätzlich sollte ein weiterer Test am Aufnahmetag vor Beginn der Konditionierung erfolgen.

Bei einer peripheren Blutstammzellspende wird eine Rückstellung von 14 Tagen nach Abklingen der Symptome empfohlen. Bei dringendem Bedarf kann eine ärztliche Risikobewertung eine frühere Freigabe ermöglichen.

Es wird der routinemäßige Einsatz von frischen Spenden empfohlen. Kryokonservierte Spenden sollten nur in Ausnahmefällen genutzt werden.

Es wird die Unterbringung in Isolationszimmern mit Unterdruck empfohlen. Stehen diese nicht zur Verfügung, wird auf Zimmer mit neutralem Druck ausgewichen.

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Quelle: NICE Guideline on Appendicitis (NICE, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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