Spondylodiszitis Diagnostik & Therapie: AWMF-Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Spondylodiszitis ist eine Osteomyelitis der Wirbelsäule, die als Infektion der Bandscheibe und der angrenzenden Wirbelkörperendplatten definiert ist. Unbehandelt führt die Erkrankung zu einer zunehmenden Destruktion des betroffenen Wirbelsäulensegmentes und ist mit einer relevanten Morbidität und Mortalität assoziiert.

In den letzten Jahren zeigt sich eine weltweit steigende Inzidenz der Erkrankung. Als Ursachen hierfür werden die demographische Entwicklung, eine Zunahme von multimorbiden und immunsupprimierten Personen sowie eine steigende Anzahl invasiver Eingriffe an der Wirbelsäule genannt.

Die Infektion erfolgt meist hämatogen, kann aber auch iatrogen durch direkte Inokulation (beispielsweise postoperativ) oder per continuitatem entstehen. Staphylococcus aureus ist der am häufigsten nachgewiesene Erreger, wobei bei postoperativen Verläufen zunehmend auch koagulasenegative Staphylokokken eine Rolle spielen.

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💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fallstrick im klinischen Alltag ist die Überinterpretation von MRT-Verlaufsbildern. Die Leitlinie warnt davor, dass radiologische Entzündungszeichen im MRT noch Monate nach erfolgreicher Therapie persistieren können, weshalb routinemäßige MRT-Kontrollen bei klinisch stabilen Patienten nicht empfohlen werden. Zudem wird betont, dass die Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) zur Diagnostik und Verlaufskontrolle obsolet ist.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt bei einer nativen pyogenen Spondylodiszitis mit Erregernachweis standardmäßig eine Therapiedauer von 6 Wochen. Bei Risikofaktoren oder fehlendem Therapieerfolg sollte die Dauer interdisziplinär verlängert werden.

Eine notfallmäßige operative Intervention wird bei gravierenden neurologischen Defiziten, einem Querschnittsyndrom oder einer durch die Infektion ausgelösten Sepsis empfohlen. Auch bei intraspinalen Empyemen oder progredienter Instabilität besteht eine OP-Indikation.

Es wird die Bestimmung des C-reaktiven Proteins (CRP) und der Leukozytenzahl als Basisdiagnostik empfohlen. Die Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) gilt laut Leitlinie als unspezifisch und soll nicht mehr angewendet werden.

Vor Beginn der Antibiose sollen mindestens drei Blutkulturpaare abgenommen werden. Sind diese negativ, wird eine CT-gestützte oder offene Biopsie aus der Bandscheibe und den angrenzenden Endplatten empfohlen.

Die Magnetresonanztomographie (MRT) der gesamten Wirbelsäule mit Kontrastmittel wird als Goldstandard empfohlen. Bei Kontraindikationen für ein MRT kann auf eine kontrastmittelgestützte CT oder eine PET/CT ausgewichen werden.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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