ClariMedClariMed
Recherchen nahtlos fortsetzen
30 Sek mit Email - kein Passwort, kein Formular. Ihr Verlauf bleibt auf jedem Gerät.

Verlauf

Keine Anfragen

Epilepsie bei Erwachsenen: Diagnostik und Therapie

Diese Leitlinie stammt aus 2018 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung, nicht ärztlich geprüft|Quelle: SIGN (2018)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die SIGN-Leitlinie 143 befasst sich mit der Diagnose und dem Management von Epilepsie bei Erwachsenen. Sie zielt darauf ab, die Versorgung durch präzise Diagnostik und optimierte medikamentöse Therapien zu verbessern.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Vermeidung von Fehldiagnosen, da synkopale oder psychogene nicht-epileptische Anfälle häufig mit Epilepsie verwechselt werden. Die Leitlinie betont die Wichtigkeit einer detaillierten Anamnese unter Einbeziehung von Augenzeugen.

Zudem werden spezifische Personengruppen wie Frauen im gebärfähigen Alter, ältere Menschen und Personen mit psychiatrischen Komorbiditäten detailliert beleuchtet. Ein zentrales Ziel ist die Reduktion der epilepsiebedingten Mortalität, insbesondere des plötzlichen unerwarteten Todes bei Epilepsie (SUDEP).

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler ist die alleinige Fokussierung auf die Anfallskontrolle ohne Berücksichtigung psychiatrischer Komorbiditäten. Die Leitlinie hebt hervor, dass Depressionen bei Epilepsie stark unterdiagnostiziert sind und das Suizidrisiko signifikant erhöhen. Es wird ein regelmäßiges Screening auf Depressionen und Suizidalität, beispielsweise mit dem NDDI-E-Score, empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird eine Therapie angeboten, wenn vorausgegangene unbemerkte Anfälle, ein auffälliges EEG oder strukturelle Hirnveränderungen vorliegen. Auch der individuelle Wunsch zur Risikominimierung rechtfertigt einen Therapiebeginn.

Die Leitlinie empfiehlt Lamotrigin als Erstlinientherapie bei fokalen Anfällen. Bei Unverträglichkeit gelten Carbamazepin oder Levetiracetam als geeignete Alternativen.

Bei Anfällen, die länger als fünf Minuten andauern, wird primär die bukkale oder intranasale Gabe von 10 mg Midazolam empfohlen. Alternativ können 4 mg Lorazepam intravenös verabreicht werden.

Enzyminduzierende Antiepileptika können die Wirkung hormoneller Verhütungsmittel abschwächen. Zudem wird vor der teratogenen Wirkung von Valproat gewarnt, welches nur unter strengen Auflagen verschrieben werden darf.

Ein routinemäßiges Monitoring der Blutspiegel wird von der Leitlinie nicht empfohlen. Es ist nur bei spezifischen Fragestellungen wie Verdacht auf Toxizität, Überprüfung der Adhärenz oder in der Schwangerschaft indiziert.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: SIGN 143: Diagnosis and Management of Epilepsy in Adults (SIGN, 2018). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.