IQWiG2020Rheumatologie

Secukinumab bei nr-axSpA: Therapie und Zusatznutzen

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die IQWiG-Dossierbewertung (A20-79) untersucht den Wirkstoff Secukinumab zur Behandlung der nicht-röntgenologischen axialen Spondyloarthritis (nr-axSpA). Die Bewertung erfolgt im Rahmen der frühen Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V.

Die Zielpopulation umfasst erwachsene Personen mit aktiver nr-axSpA, die objektive Anzeichen einer Entzündung aufweisen. Diese Entzündungszeichen müssen durch ein erhöhtes C-reaktives Protein (CRP) und/oder einen Nachweis in der Magnetresonanztomografie (MRT) belegt sein.

Zudem wird vorausgesetzt, dass die Betroffenen zuvor unzureichend auf nicht steroidale Antirheumatika (NSAR) angesprochen haben oder eine Unverträglichkeit gegenüber NSAR aufweisen.

Empfehlungen

Die Bewertung formuliert folgende zentrale Ergebnisse:

Zusatznutzen

Laut Bewertung ist ein Zusatznutzen von Secukinumab gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie nicht belegt. Der pharmazeutische Unternehmer hat keine randomisierten kontrollierten Studien vorgelegt, die einen direkten Vergleich ermöglichen.

Auch ein adjustierter indirekter Vergleich wurde nicht durchgeführt. Die vorliegenden Studien wurden aufgrund fehlender gemeinsamer Brückenkomparatoren oder abweichender Studiendesigns als ungeeignet eingestuft.

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Als zweckmäßige Vergleichstherapie definiert der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Gabe eines TNF-α-Inhibitors. Hierfür kommen laut Dokument folgende Wirkstoffe infrage:

  • Etanercept

  • Adalimumab

  • Golimumab

  • Certolizumab pegol

Jahrestherapiekosten

Die Bewertung listet die reinen Arzneimittelkosten für die Erhaltungstherapie auf. Die Kosten für Etanercept beziehen sich dabei auf das wirtschaftlichste Präparat.

MedikamentJahrestherapiekosten (Arzneimittel)
Secukinumabca. 10.082 €
Etanerceptca. 11.190 €
Adalimumabca. 20.414 €
Golimumabca. 19.257 €
Certolizumab pegolca. 17.915 €

Kontraindikationen

Die Dokumentation nennt folgende Kontraindikationen für die Anwendung:

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder sonstige Bestandteile

  • Klinisch relevante, aktive Infektionen (z. B. aktive Tuberkulose)

Zudem werden folgende Warnhinweise für die Therapie hervorgehoben:

  • Bei latenter Tuberkulose ist vor Behandlungsbeginn eine Anti-Tuberkulose-Therapie in Betracht zu ziehen.

  • Der Einsatz bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wird nicht empfohlen.

  • Bei schweren Infektionen ist die Behandlung bis zum Abklingen zu unterbrechen.

  • Lebendimpfstoffe dürfen unter der Therapie nicht verabreicht werden.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Dossierbewertung wird Secukinumab für Personen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen nicht empfohlen. Zudem wird vor Behandlungsbeginn ein Ausschluss oder eine Vorbehandlung einer Tuberkulose gefordert, da aktive Infektionen eine strikte Kontraindikation darstellen.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG ist ein Zusatznutzen nicht belegt. Der Hersteller hat keine geeigneten direkten oder indirekten Vergleichsdaten gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie vorgelegt.

Der G-BA definiert einen TNF-α-Inhibitor als Vergleichstherapie. Hierzu zählen die Wirkstoffe Etanercept, Adalimumab, Golimumab oder Certolizumab pegol.

Die Bewertung bezieht sich auf Erwachsene mit aktiver nr-axSpA und objektiven Entzündungszeichen (CRP oder MRT). Voraussetzung ist zudem ein unzureichendes Ansprechen oder eine Intoleranz gegenüber NSAR.

Gemäß den Sicherheitsinformationen der Bewertung wird Secukinumab bei Vorliegen einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung nicht empfohlen.

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Quelle: IQWiG A20-79: Secukinumab (nicht-röntgenologische axiale Spondyloarthritis) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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