Schwangerschaftsthrombose: Prophylaxe und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Onkopedia|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Schwangere Frauen haben ein vier- bis fünffach erhöhtes Risiko für venöse Thromboembolien (VTE) im Vergleich zu nicht schwangeren Frauen. Lungenembolien zählen in Europa zu den häufigsten Ursachen für mütterliche Todesfälle.

Das Risiko verteilt sich über die gesamte Schwangerschaft, ist jedoch in den ersten postpartalen Wochen am höchsten. Zu den spezifischen Risikofaktoren zählen unter anderem eine VTE in der Vorgeschichte, hereditäre Thrombophilien, Mehrlingsschwangerschaften und Schnittentbindungen.

Die medikamentösen Optionen zur Prophylaxe und Therapie sind in der Schwangerschaft und Stillzeit stark limitiert. Ein interdisziplinäres Management unter Einbeziehung hämostaseologischer Expertise wird bei Risikokonstellationen empfohlen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie ist zu beachten, dass D-Dimer-Werte während der Schwangerschaft physiologisch ansteigen und klassische Scores zur Vortestwahrscheinlichkeit (wie der Wells-Score) nicht direkt anwendbar sind. Zudem wird betont, dass bei Frauen mit einer VTE in der Anamnese die Prophylaxe mit niedermolekularem Heparin rechtzeitig vor einer Entbindung oder Periduralanästhesie pausiert werden muss.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie sind niedermolekulare Heparine (NMH) die Medikamente der Wahl für die Prophylaxe und Therapie. Bei Heparinunverträglichkeit können nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung Danaparoid oder Fondaparinux eingesetzt werden.

Die Leitlinie empfiehlt eine Antikoagulationsdauer von mindestens 3 Monaten. Dabei muss in jedem Fall die Hochrisikophase von 6 bis 8 Wochen nach der Entbindung abgedeckt sein.

Es wird von der Anwendung direkter oraler Antikoagulanzien (DOAK) in der Stillzeit abgeraten. Stattdessen gelten NMH, Fondaparinux oder Vitamin-K-Antagonisten als unbedenklich.

Es wird primär eine sonografische Diagnostik der Beinvenen empfohlen, um bei Nachweis einer Thrombose weitere Strahlenbelastung zu vermeiden. Bei negativem Ultraschall und anhaltendem Verdacht gilt die CT-Pulmonalisangiografie (CTPA) als Methode der ersten Wahl.

Bei einer heterozygoten Faktor-V-Leiden-Mutation ohne weitere Risikofaktoren ist laut Leitlinie weder ante- noch postpartal eine primäre medikamentöse Prophylaxe angezeigt. Eine Prophylaxe wird erst bei Vorliegen zusätzlicher Risikofaktoren empfohlen.

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Quelle: Prävention und Management der schwangerschaftsassoziierten Thrombose (Onkopedia). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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