BfArM2016

Tarceva (Erlotinib) bei NSCLC: Rote-Hand-Brief

Diese Leitlinie stammt aus 2016 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2016)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf dem Rote-Hand-Brief des BfArM aus dem Jahr 2016 zu Tarceva (Erlotinib). Da der Quelltext sehr kurz ist, wurden allgemeine medizinische Hintergrundinformationen zur Einordnung ergänzt.

Erlotinib ist ein Tyrosinkinaseinhibitor, der in der Onkologie zur Behandlung des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) eingesetzt wird. Der Wirkstoff richtet sich gezielt gegen den epidermalen Wachstumsfaktorrezeptor (EGFR).

Der Rote-Hand-Brief informiert über eine wichtige Einschränkung des Anwendungsgebiets. Diese Änderung geht auf Vorgaben des Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) zurück, die in Zusammenarbeit mit der Roche Pharma AG auf nationaler Ebene übernommen wurden.

Empfehlungen

Der Rote-Hand-Brief formuliert klare Vorgaben für den Einsatz von Erlotinib (Tarceva) in der Erhaltungstherapie. Die Anwendung wird auf eine spezifische Patientengruppe limitiert.

Indikationseinschränkung bei NSCLC

Laut Rote-Hand-Brief gelten folgende Einschränkungen für die Verordnung:

  • Die Änderung betrifft die Erhaltungstherapie des lokal fortgeschrittenen oder metastasierten nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC).

  • Die Therapie ist ausschließlich auf Patienten beschränkt, deren Tumore eine aktivierende EGFR-Mutation aufweisen.

  • Bei fehlendem Nachweis einer solchen Mutation ist das Präparat in dieser Indikation nicht mehr vorgesehen.

Kontraindikationen

Gemäß der aktualisierten Vorgaben ist Erlotinib in der Erhaltungstherapie des lokal fortgeschrittenen oder metastasierten NSCLC bei Patienten ohne nachgewiesene aktivierende EGFR-Mutation nicht mehr indiziert.

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💡Praxis-Tipp

Es wird angeraten, vor der Einleitung einer Erhaltungstherapie mit Erlotinib bei NSCLC den molekularpathologischen EGFR-Mutationsstatus zu erheben. Die Therapie ist laut Rote-Hand-Brief nur bei einem positiven Nachweis einer aktivierenden Mutation indikationsgerecht.

Häufig gestellte Fragen

Laut Rote-Hand-Brief ist die Anwendung auf Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC beschränkt, deren Tumore eine aktivierende EGFR-Mutation aufweisen.

Der Rote-Hand-Brief informiert über die Umsetzung von CHMP-Vorgaben. Diese schränken das Anwendungsgebiet in der Erhaltungstherapie des NSCLC gezielt auf EGFR-mutierte Tumore ein.

Da die Indikation auf Tumore mit aktivierender EGFR-Mutation beschränkt wurde, wird vor Therapiebeginn die Bestimmung des EGFR-Mutationsstatus des Tumors vorausgesetzt.

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Quelle: Rote-Hand-Brief zu Tarceva® (Erlotinib): Einschränkung des Anwendungsgebiets (BfArM, 2016). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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