StatPearls2026

Radius: Anatomie, Frakturtypen und Innervation

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Übersicht beschreibt die Anatomie, Funktion und klinische Bedeutung des Radius (Speiche). Der Radius bildet zusammen mit der Ulna den Unterarm und ermöglicht komplexe Bewegungen wie Pronation und Supination.

Distale Radiusfrakturen gehören zu den häufigsten Frakturen in der orthopädischen Ambulanz. Sie machen laut Text 8 bis 15 Prozent aller Knochenverletzungen bei Erwachsenen aus. Bei älteren Menschen ist der Radius nach der Hüfte der am zweithäufigsten gebrochene Knochen.

Die embryologische Entwicklung des Radius erfolgt durch enchondrale Ossifikation aus dem lateralen Plattenmesoderm. Die Blutversorgung wird primär durch die Arteria radialis und ihre Äste sichergestellt.

Empfehlungen

Die Quelle liefert folgende Kerninformationen zur Anatomie und Pathologie des Radius:

Gelenke und Bänder

Der Radius ist an mehreren Gelenkverbindungen beteiligt, die Flexion, Extension sowie Rotationsbewegungen ermöglichen. Die Stabilisierung erfolgt durch komplexe Bandapparate.

Der Text beschreibt folgende wichtige Bandstrukturen:

  • Das LCL-Komplex (Lateral Collateral Ligament) am Ellenbogen schützt vor Varusstress.

  • Das Ligamentum anulare radii umschließt den Radiuskopf und ermöglicht die Pronation und Supination.

  • Die Membrana interossea verbindet Radius und Ulna und verteilt die Krafteinwirkung über den Unterarm.

Muskelkompartimente

Die Unterarmmuskulatur wird funktionell in ein vorderes und ein hinteres Kompartiment unterteilt.

  • Das anteriore Kompartiment ist primär für die Handgelenksflexion, Fingerflexion und Unterarmpronation zuständig.

  • Das posteriore Kompartiment ermöglicht die Handgelenksextension, Fingerextension und Unterarmsupination.

Klinische Relevanz bei Kindern

Eine häufige pädiatrische Verletzung ist die Subluxation des Ligamentum anulare (Radiusköpfchen-Subluxation). Diese tritt typischerweise bei Kindern unter 5 Jahren durch plötzlichen Längszug am Arm auf.

Betroffene Kinder halten den Arm laut Quelle typischerweise in leichter Flexion und Pronation. Zudem machen Frakturen des Radiuskopfes und -halses 1 bis 5 Prozent der pädiatrischen Ellenbogenfrakturen aus.

Distale Radiusfrakturen

Distale Radiusfrakturen heilen oft ohne chirurgische Intervention. Ein orthopädisches Konsil wird jedoch bei komplexen Frakturen beschrieben.

Als Kriterien für eine komplexe Fraktur nennt die Quelle:

  • Bandinstabilitäten

  • Karpale Frakturen

  • Gelenkbeteiligung

  • Volare Dislokation

Die Übersicht unterscheidet drei spezifische Formen der distalen Radiusfraktur:

FrakturtypUnfallmechanismusDislokationsrichtungBesonderheiten
Colles-FrakturSturz auf ausgestreckte, pronierte HandDorsal"Fourchette"- oder Bajonett-Fehlstellung
Smith-FrakturDirekter Schlag oder Sturz auf flektiertes HandgelenkVentral-
Barton-FrakturSturz auf ausgestreckte, pronierte HandDorsalGelenkfläche bleibt in Kontakt mit Os scaphoideum
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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Quelle hebt hervor, dass sich eine Barton-Fraktur von einer Colles-Fraktur durch die erhaltene Artikulation unterscheidet. Bei einer Barton-Fraktur bleibt die Gelenkfläche des distalen Radius in Kontakt mit dem Os scaphoideum, obwohl das Fragment nach dorsal disloziert ist. Es wird beschrieben, dass komplexe distale Radiusfrakturen mit Gelenkbeteiligung oder volarer Dislokation häufig einer operativen Behandlung bedürfen.

Häufig gestellte Fragen

Laut StatPearls entsteht diese Verletzung durch einen plötzlichen Längszug an der Hand oder dem Unterarm. Sie betrifft meist Kinder unter 5 Jahren, wobei das Ligamentum anulare zwischen Capitulum und Radiuskopf eingeklemmt wird.

Der Text beschreibt, dass es bei einer Colles-Fraktur zu einer dorsalen Dislokation des Knochenfragments kommt, oft nach einem Sturz auf die ausgestreckte Hand. Bei einer Smith-Fraktur ist das Fragment hingegen nach ventral disloziert, typischerweise durch einen direkten Schlag oder Sturz auf das flektierte Handgelenk.

Die motorische und sensible Innervation des Unterarms erfolgt über Äste des Plexus brachialis. Der Nervus radialis versorgt das posteriore Kompartiment, während der Nervus medianus und der Nervus ulnaris primär das anteriore Kompartiment innervieren.

Das Holt-Oram-Syndrom wird durch eine autosomal-dominante Mutation im TBX5-Gen verursacht. Es führt laut Quelle zu Fehlbildungen der oberen Extremitäten, einschließlich einer Aplasie oder Hypoplasie des Radius, was die Unterarmrotation einschränkt.

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Quelle: StatPearls: Anatomy, Shoulder and Upper Limb, Forearm Radius (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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