Radiofrequenz-Denervation: Indikation und Intervention

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Chronische Rückenschmerzen, die von den Facettengelenken oder dem Iliosakralgelenk (ISG) ausgehen, stellen ein relevantes Gesundheitsproblem dar. Ab dem 55. Lebensjahr sind die Facettengelenke aufgrund degenerativer Veränderungen die häufigste spezifische Schmerzursache.

Die Radiofrequenz-Denervation (RF-Denervation) bietet eine spezifische interventionelle Therapiemethode, um die Schmerzweiterleitung durch Koagulation der afferenten Nerven zu unterbrechen. Ziel ist eine langanhaltende Linderung der Beschwerden über viele Monate.

Da es sich um eine invasive und kostenintensive Maßnahme handelt, ist eine strenge Indikationsstellung essenziell. Die AWMF S3-Leitlinie definiert hierfür klare Kriterien für die klinische Untersuchung, bildgebende Verfahren und diagnostische Testblockaden.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler ist die Durchführung einer RF-Denervation nach nur einer unzureichenden Testblockade. Die Leitlinie betont, dass in der Regel zwei diagnostische Medial Branch Blocks mit einer Schmerzreduktion von mindestens 50 % vorangehen sollten. Zudem wird davor gewarnt, bei Patienten mit Herzschrittmachern die Neutralelektrode so zu platzieren, dass das elektrische Feld das Implantat tangiert.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt die Durchführung der RF-Denervation unter Durchleuchtung. Es wird zudem angeraten, für die diagnostische Testblockade dieselbe Bildgebung zu verwenden wie für die spätere Denervation.

Laut Leitlinie besteht keine Evidenz für ein klinisch relevant erhöhtes Blutungsrisiko bei Fortführung der Medikation. An der LWS und am ISG sollten Antikoagulantien in der Regel nicht abgesetzt werden, während an der HWS eine individuelle Risiko-Nutzen-Abwägung empfohlen wird.

Es wird empfohlen, einen Schwellenwert von mindestens 50 % Schmerzreduktion nach einem Medial Branch Block anzulegen. Erst dann sollte der Testblock gemäß Leitlinie als positiv gewertet werden.

Die Leitlinie rät davon ab, eine technisch korrekte, aber erfolglose RF-Denervation an denselben Medial Branches zu wiederholen. Eine Wiederholung wird nur bei Patienten empfohlen, die initial für mindestens drei Monate eine Schmerzreduktion von über 50 % erfahren haben.

Es wird empfohlen, für einen diagnostischen Medial Branch Block ein Volumen von weniger als 0,5 ml zu verwenden. Zudem sollte laut Leitlinie Kontrastmittel eingesetzt werden, um die spezifische Ausbreitung zu kontrollieren.

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Quelle: Radiofrequenz-Denervation der Facettengelenke und des ISG (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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