Kinderformularium / DGKJExpertenkonsens2026PädiatrieAllgemeinmedizinKortikosteroide (Systemisch)

Prednisolon bei Kindern: Dosierung und Indikationen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Kinderformularium / DGKJ (2026)|Arzneimittel-Fachinformation|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Prednisolon ist ein häufig eingesetztes systemisches Glukokortikoid in der Kinder- und Jugendmedizin. Es zeichnet sich durch seine ausgeprägte entzündungshemmende und immunsuppressive Wirkung aus.

Das Kinderformularium bietet hierfür strukturierte Dosierungsempfehlungen für die pädiatrische Praxis. Zu den primären Einsatzgebieten im Kindesalter zählen akute Atemwegserkrankungen wie Pseudokrupp und Asthma-Exazerbationen sowie Autoimmunerkrankungen.

Diese Zusammenfassung basiert auf der Kurzmonographie des Kinderformulariums.

Empfehlungen

Die Monographie formuliert folgende Kernaspekte für die Anwendung von Prednisolon:

Allgemeine Anwendungshinweise

Laut Kinderformularium wird eine morgendliche Gabe des Medikaments empfohlen. Dies dient der Anpassung an den physiologischen Cortisol-Rhythmus des Körpers.

Bei einer Kurzzeittherapie von unter zwei Wochen ist gemäß der Empfehlung kein Ausschleichen der Dosis erforderlich. Im Gegensatz dazu wird bei einer Langzeittherapie immer ein langsames Ausschleichen gefordert.

Bei einer Varizellen-Exposition unter Prednisolon-Therapie sollte die Gabe von Varizella-Zoster-Immunglobulin erwogen werden.

Nebenwirkungsprofil

Die Quelle listet verschiedene Nebenwirkungen auf, die insbesondere bei längerer Anwendung auftreten können. Dazu gehören:

  • Cushing-Syndrom und Wachstumshemmung

  • Hyperglykämie und Immunsuppression

  • Osteoporose (bei Langzeittherapie)

  • Appetitsteigerung und Gewichtszunahme

Dosierung

Das Kinderformularium gibt spezifische Dosierungen nach Indikation sowie allgemeine gewichtsadaptierte Richtwerte vor. Als Darreichungsformen stehen Tabletten (5, 10, 20, 50 mg), Saft (1, 5, 10 mg/ml) und intravenöse Präparate zur Verfügung.

Dosierung nach Indikation

IndikationDosierungTherapiedauer / Hinweise
Pseudokrupp1-2 mg/kg (max. 100 mg)Einmaldosis, bei Bedarf am Folgetag wiederholen
Asthma-Exazerbation1-2 mg/kg/Tag (max. 60 mg/Tag)3-5 Tage, kein Ausschleichen nötig
Nephrotisches SyndromInitial: 2 mg/kg/Tag (max. 60 mg)4-6 Wochen, danach alternierend und langsam ausschleichen
AutoimmunerkrankungenInitial: 1-2 mg/kg/TagErhaltungsdosis: 0,1-0,5 mg/kg/Tag

Allgemeine Dosierung nach Körpergewicht

KörpergewichtTagesdosis
10 kg10-20 mg/Tag
20 kg20-40 mg/Tag
30 kg30-60 mg/Tag

Kontraindikationen

Laut Kinderformularium bestehen folgende Kontraindikationen für die Gabe von Prednisolon:

  • Systemische Pilzinfektionen

  • Aktive Varizellen

Es wird ausdrücklich vor einem schweren Verlauf der Varizellen-Infektion unter einer Steroidtherapie gewarnt.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Hinweis der Monographie betrifft das Absetzen der Therapie. Während bei einer Kurzzeittherapie von unter zwei Wochen auf ein Ausschleichen verzichtet werden kann, ist dies bei einer Langzeittherapie zwingend erforderlich. Zudem wird auf die Gefahr schwerer Verläufe bei einer Varizellen-Infektion unter Steroidgabe hingewiesen.

Häufig gestellte Fragen

Das Kinderformularium empfiehlt eine Einmaldosis von 1 bis 2 mg pro Kilogramm Körpergewicht. Die Maximaldosis ist dabei auf 100 mg begrenzt.

Laut Quelle ist bei einer kurzen Therapiedauer von drei bis fünf Tagen kein Ausschleichen erforderlich. Dies gilt generell für Therapien, die kürzer als zwei Wochen andauern.

Es wird eine morgendliche Gabe empfohlen. Dies entspricht dem physiologischen Cortisol-Rhythmus des Körpers und minimiert Nebenwirkungen.

Aktive Varizellen stellen eine Kontraindikation dar, da unter Steroiden schwere Verläufe drohen. Bei einer Exposition sollte laut Kinderformularium die Gabe von Varizella-Zoster-Immunglobulin erwogen werden.

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Quelle: Kinderformularium: Prednisolon - Pädiatrische Dosierung (Kinderformularium / DGKJ, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.

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