G-BA2022

Pertuzumab: Adjuvante Therapie bei HER2+ Mammakarzinom

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: G-BA (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf den Kurzinformationen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Nutzenbewertung von Pertuzumab (Perjeta). Es handelt sich um eine Neubewertung nach Fristablauf aus dem Jahr 2023.

Das Mammakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Ein Teil dieser Tumoren ist HER2-positiv, was auf ein beschleunigtes Zellwachstum hinweist und eine gezielte Antikörpertherapie ermöglicht.

Die adjuvante Therapie wird nach der operativen Entfernung des Tumors eingesetzt. Ihr Ziel ist es, verbliebene Krebszellen zu zerstören und das Risiko eines Rückfalls (Rezidiv) zu minimieren.

Empfehlungen

Die vorliegende Zusammenfassung basiert auf dem Kurztext des G-BA-Beschlusses. Der G-BA bewertet den Nutzen des Wirkstoffs Pertuzumab für ein spezifisches Anwendungsgebiet.

Zugelassene Indikation

Laut G-BA ist Pertuzumab für folgende Patientengruppe indiziert:

  • Erwachsene Patienten mit frühem Brustkrebs (Mammakarzinom)

  • Der Tumor muss HER2-positiv sein

  • Es muss ein hohes Rezidivrisiko vorliegen

  • Der Einsatz erfolgt als adjuvante Behandlung

Kombinationstherapie

Gemäß der Fachinformation, auf die sich der Beschluss bezieht, wird Pertuzumab nicht als Monotherapie eingesetzt.

Es wird eine Kombinationstherapie mit Trastuzumab und einer Chemotherapie beschrieben.

Nutzenbewertung und Studiendaten

Der G-BA stützt seine Neubewertung auf aktualisierte Studiendaten, insbesondere aus der APHINITY-Studie.

Für die Bestimmung des Zusatznutzens (z. B. als „geringer Zusatznutzen“ oder „Zusatznutzen nicht belegt“) wird maßgeblich das invasiv-krankheitsfreie Überleben (iDFS) der Patienten herangezogen.

Die finale Einstufung des G-BA basiert auf dem Vergleich dieser Endpunkte mit der zweckmäßigen Vergleichstherapie.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Es wird darauf hingewiesen, dass die adjuvante Gabe von Pertuzumab laut G-BA-Beschluss zwingend an das Vorliegen eines HER2-positiven Tumors mit hohem Rezidivrisiko sowie an die Kombination mit Trastuzumab und Chemotherapie gebunden ist.

Häufig gestellte Fragen

Die Neubewertung bezieht sich auf erwachsene Patienten mit HER2-positivem, frühem Mammakarzinom und hohem Rezidivrisiko in der adjuvanten Situation.

Nein, laut Fachinformation ist der Wirkstoff zur Anwendung in Kombination mit Trastuzumab und einer Chemotherapie indiziert.

Für die Beurteilung des Zusatznutzens werden laut G-BA-Verfahren insbesondere Daten zum invasiv-krankheitsfreien Überleben (iDFS) aus Studien wie der APHINITY-Studie herangezogen.

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Quelle: G-BA Nutzenbewertung: Pertuzumab (Neubewertung nach Fristablauf: Mammakarzinom, früh mit hohem Rezidivrisiko, adjuvante Therapie, Kombination mit Trastuzumab und Chemotherapie) (G-BA, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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