Kinderformularium / DGKJExpertenkonsens2026PädiatrieAllgemeinmedizinAnalgetika / Antipyretika

Paracetamol: Dosierung nach Gewicht und Alter (Kinder)

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Kinderformularium / DGKJ (2026)|Arzneimittel-Fachinformation|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf der Monographie des Kinderformulariums zur pädiatrischen Dosierung von Paracetamol.

Paracetamol ist ein bewährtes Analgetikum und Antipyretikum, das in der Kinder- und Jugendmedizin häufig zur Behandlung von leichten bis mittelschweren Schmerzen sowie bei Fieber eingesetzt wird.

Aufgrund der potenziellen Hepatotoxizität bei Überdosierung ist eine exakte, gewichtsadaptierte Dosierung essenziell. Das Kinderformularium bietet hierfür detaillierte Vorgaben für verschiedene Alters- und Gewichtsklassen sowie Darreichungsformen.

Empfehlungen

Das Kinderformularium formuliert folgende Kernempfehlungen für die Anwendung von Paracetamol in der Pädiatrie:

Allgemeine Anwendungshinweise

  • Die Standard-Einzeldosis für die orale und rektale Gabe beträgt 10 bis 15 mg pro Kilogramm Körpergewicht.

  • Als maximale Tagesdosis werden 60 mg pro Kilogramm Körpergewicht angegeben, wobei eine absolute Obergrenze von 4 g pro Tag gilt.

  • Das empfohlene Dosierungsintervall liegt bei 4 bis 6 Stunden.

Spezifische Darreichungsformen

Laut Monographie ist bei der rektalen Gabe mittels Suppositorien zu beachten, dass die Resorption variabler ausfällt als bei der oralen Applikation. Der Wirkungseintritt ist mit 1 bis 2 Stunden verzögert.

Für die rektale Applikation kann die Initialdosis laut Formularium 20 bis 30 mg pro Kilogramm Körpergewicht betragen.

Fiebermanagement

Bei der Behandlung von Fieber wird darauf hingewiesen, dass eine Wechselgabe mit Ibuprofen möglich ist. Hierbei können die Wirkstoffe alternierend alle 3 bis 4 Stunden verabreicht werden.

Dosierung

Orale und rektale Dosierung nach Alter und Gewicht

AlterGewichtEinzeldosisTageshöchstdosis
3-6 Monate5-7 kg50-100 mg300 mg
6-12 Monate7-10 kg100 mg400 mg
1-3 Jahre10-15 kg125-150 mg600 mg
3-6 Jahre15-22 kg200-250 mg1000 mg
6-9 Jahre22-30 kg250-325 mg1300 mg
9-12 Jahre30-40 kg325-500 mg2000 mg
Ab 12 Jahre>40 kg500-1000 mg3000-4000 mg

Intravenöse Gabe (Perfalgan)

GewichtEinzeldosisDosierungsintervallMaximale Tagesdosis
Unter 10 kg7,5 mg/kgAlle 4-6 Stunden30 mg/kg/Tag
10-50 kg15 mg/kgAlle 4-6 Stunden60 mg/kg/Tag (max. 3 g/Tag)
Ab 50 kg1 gAlle 4-6 Stunden4 g/Tag

Verfügbare Darreichungsformen

  • Saft: 40 mg/ml

  • Zäpfchen: 75 mg, 125 mg, 250 mg, 500 mg, 1000 mg

  • Tabletten: 500 mg

  • Intravenöse Lösung: 10 mg/ml

Kontraindikationen

Das Kinderformularium nennt folgende Kontraindikationen und Warnhinweise:

  • Schwere Leberinsuffizienz: Stellt eine absolute Kontraindikation dar.

  • Säuglinge unter 3 Monaten: Eine Anwendung darf nur nach ausdrücklicher ärztlicher Verordnung erfolgen.

Zudem wird vor einer erhöhten Toxizität bei Dehydratation, beispielsweise im Rahmen einer Gastroenteritis, gewarnt. Bei einer Überdosierung droht eine Hepatotoxizität, für die N-Acetylcystein als Antidot zur Verfügung steht.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Das Kinderformularium warnt ausdrücklich vor einer erhöhten Paracetamol-Toxizität bei dehydrierten Kindern, wie es häufig bei einer Gastroenteritis der Fall ist. Zudem wird darauf hingewiesen, dass die rektale Resorption von Suppositorien variabel ist und der Wirkungseintritt mit 1 bis 2 Stunden deutlich verzögert erfolgt.

Häufig gestellte Fragen

Das Kinderformularium gibt als maximale Tagesdosis 60 mg pro Kilogramm Körpergewicht an. Die absolute Obergrenze liegt bei 4 g pro Tag.

Laut Monographie ist bei Fieber eine Wechselgabe mit Ibuprofen möglich. Die beiden Wirkstoffe können dabei alternierend alle 3 bis 4 Stunden verabreicht werden.

Bei Säuglingen unter 3 Monaten darf Paracetamol laut Formularium nur nach ärztlicher Verordnung eingesetzt werden. Eine eigenständige Gabe ohne ärztliche Rücksprache wird nicht empfohlen.

Bei einer Überdosierung droht eine schwere Hepatotoxizität. Als spezifisches Antidot wird in der Monographie N-Acetylcystein genannt.

Der Wirkungseintritt bei rektaler Gabe ist verzögert und tritt laut Formularium erst nach 1 bis 2 Stunden ein. Zudem wird darauf hingewiesen, dass die Resorption variabler ist als bei oraler Gabe.

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Quelle: Kinderformularium: Paracetamol - Pädiatrische Dosierung (Kinderformularium / DGKJ, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.

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