Ondansetron bei Kindern: Dosierung und Indikationen
Hintergrund
Ondansetron ist ein hochselektiver 5-HT3-Rezeptorantagonist, der in der Pädiatrie häufig zur Prävention und Behandlung von Übelkeit und Erbrechen eingesetzt wird. Diese Zusammenfassung basiert auf der Kurzmonographie des Kinderformulariums (2024).
Der Einsatz erfolgt primär bei postoperativem Erbrechen (PONV) sowie bei chemotherapieinduzierter Nausea. Zudem hat sich der Wirkstoff in der klinischen Praxis bei akuter Gastroenteritis bewährt, um eine orale Rehydratation zu ermöglichen und Krankenhausaufnahmen zu vermeiden.
Die Zulassung variiert je nach Applikationsform und Indikation. Eine intravenöse Gabe ist bei PONV ab einem Alter von einem Monat zugelassen, während die orale Anwendung generell ab sechs Monaten freigegeben ist.
Empfehlungen
Zulassungsstatus und Off-Label-Use
Laut Monographie ist die intravenöse Gabe bei postoperativem Erbrechen (PONV) ab einem Monat zugelassen. Bei chemotherapieinduziertem Erbrechen sowie für die orale Applikation besteht eine Zulassung ab sechs Monaten.
Der Einsatz bei Gastroenteritis mit Erbrechen erfolgt formal im Off-Label-Use. Dennoch wird diese Indikation in Leitlinien empfohlen, da sie effektiv Erbrechen reduziert und stationäre Aufnahmen verhindern kann.
Zubereitungsformen
Für die pädiatrische Anwendung stehen laut Quelle verschiedene Zubereitungen zur Verfügung:
-
Filmtabletten (4 mg, 8 mg)
-
Schmelztabletten zur sublingualen Gabe (Zydis, 4 mg, 8 mg)
-
Sirup (4 mg/5 ml)
-
Injektionslösung (2 mg/ml)
Dosierung
Die Dosierung von Ondansetron richtet sich nach der jeweiligen Indikation.
Dosierung nach Indikation
| Indikation | Applikation | Dosis | Maximaldosis | Bemerkung |
|---|---|---|---|---|
| Gastroenteritis | Oral | 0,15 mg/kg (Einzeldosis) | 8 mg | Ggf. nach 4-8h wiederholen |
| PONV | i.v. | 0,1 mg/kg (Einzeldosis) | 4 mg | Langsam über 2-5 Min., ggf. nach 4-8h wiederholen |
| Chemotherapie | i.v. / Oral | 0,15 mg/kg (alle 4h) | 8 mg/Dosis | Beginn 30 Min. vor Chemo, 3 Dosen über 12h |
Gewichtsbezogene Dosierungstabelle (für 0,15 mg/kg)
| Körpergewicht | Empfohlene Dosis |
|---|---|
| 10 kg | 1,5 mg |
| 15 kg | 2 mg |
| 20 kg | 3 mg |
| 30 kg | 4 mg |
| > 40 kg | 4-8 mg |
Kontraindikationen
Die Monographie nennt folgende wichtige Warnhinweise und Nebenwirkungen:
-
QT-Zeit-Verlängerung: Bei Risikopatienten wird eine EKG-Kontrolle empfohlen.
-
Serotonin-Syndrom: Es besteht ein Risiko bei der Kombination mit anderen serotonergen Substanzen.
-
Obstipation: Dies wird als häufige Nebenwirkung der Therapie beschrieben.
💡Praxis-Tipp
Die Leitlinie hebt hervor, dass die orale Einmalgabe von Ondansetron bei akuter Gastroenteritis oft ausreicht, um eine erfolgreiche orale Rehydratation zu ermöglichen. Obwohl dies einen Off-Label-Use darstellt, wird das Vorgehen zur Vermeidung von Krankenhausaufnahmen ausdrücklich empfohlen.
Häufig gestellte Fragen
Die intravenöse Gabe ist bei postoperativem Erbrechen (PONV) bereits ab einem Monat zugelassen. Für die orale Anwendung sowie bei chemotherapieinduziertem Erbrechen besteht die Zulassung ab sechs Monaten.
Laut Kinderformularium wird eine orale Einzeldosis von 0,15 mg/kg Körpergewicht empfohlen, wobei die Maximaldosis 8 mg beträgt. Bei Bedarf kann die Gabe nach vier bis acht Stunden wiederholt werden.
Bei der Behandlung von postoperativem Erbrechen (PONV) wird eine langsame intravenöse Injektion empfohlen. Die Gabe sollte über einen Zeitraum von zwei bis fünf Minuten erfolgen.
Die Monographie warnt insbesondere vor einer möglichen QT-Zeit-Verlängerung und dem Risiko eines Serotonin-Syndroms bei Kombination mit serotonergen Medikamenten. Als häufige klinische Nebenwirkung wird zudem Obstipation genannt.
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Quelle: Ondansetron Dosierung Kinder (Kinderformularium / DGKJ, 2024). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.
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