WHO2024

NCD-Prävention: Management von Privatsektor-Partnern

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: WHO (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die WHO-Leitlinie (2024) adressiert die Herausforderung, nicht übertragbare Krankheiten (NCDs) durch sektorübergreifende Zusammenarbeit zu bekämpfen. Es wird betont, dass öffentliche Ressourcen allein oft nicht ausreichen, um die globalen Gesundheitsziele bis 2030 zu erreichen.

Laut Leitlinie bietet der Privatsektor potenziell wertvolle Ressourcen, Expertise und Innovationskraft. Gleichzeitig bergen solche Partnerschaften erhebliche Risiken wie Interessenkonflikte oder die unzulässige Einflussnahme auf gesundheitspolitische Entscheidungen.

Das Dokument stellt ein strukturiertes Instrumentarium zur Verfügung, um fundierte Entscheidungen über eine mögliche Zusammenarbeit zu treffen. Ziel ist es, den gesundheitlichen Nutzen zu maximieren und gleichzeitig die Integrität und Unabhängigkeit staatlicher Institutionen zu wahren.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert drei Kernprinzipien, die jeder Zusammenarbeit mit dem Privatsektor zugrunde liegen sollten:

  • Nachhaltige und verantwortungsvolle Geschäftspraktiken

  • Konkreter Mehrwert für die NCD-Bekämpfung

  • Transparente und rechenschaftspflichtige Regierungsführung

Phasenmodell zur Entscheidungsfindung

Es wird ein dreiphasiger Prozess mit insgesamt zehn Schritten empfohlen, um eine mögliche Kooperation systematisch zu bewerten.

PhaseSchritteZielsetzung
I. Bewerten (Assess)1-5Analyse der NCD-Herausforderungen, Identifikation potenzieller Partner und Bewertung der lokalen Rahmenbedingungen.
II. Analysieren (Analyse)6-8Durchführung einer Due-Diligence-Prüfung, Risikobewertung der Entität und Entwicklung von Minderungsstrategien.
III. Entscheiden (Decide)9-10Erstellung eines Risikomanagementplans und finale Entscheidung über die Zusammenarbeit.

Risikobewertung und Ausschlusskriterien

Die Leitlinie fordert eine strikte Due-Diligence-Prüfung vor jeder Kooperation. Es wird empfohlen, klare Ausschlusskriterien zu definieren, um ungeeignete Akteure frühzeitig herauszufiltern.

Eine Zusammenarbeit mit Unternehmen, deren Produkte im Widerspruch zu NCD-Zielen stehen, wird abgelehnt. Dies betrifft insbesondere die Tabak- und Waffenindustrie sowie Hersteller von Muttermilchersatzprodukten, die gegen internationale Vermarktungskodizes verstoßen.

RisikokategorieBeschreibung
InteressenkonflikteFinanzielle oder nicht-finanzielle Einflussnahme auf gesundheitspolitische Entscheidungen.
ReputationsrisikenReputationsverlust der Behörde durch Assoziation mit kontroversen Unternehmenspraktiken.
Governance-RisikenBeeinträchtigung der staatlichen Unabhängigkeit und Führungsebene.
Politische RisikenGefährdung der Kooperation durch politische Instabilität oder Regierungswechsel.
Operationelle RisikenFehlende behördliche Ressourcen zur Überwachung und Steuerung der Partnerschaft.
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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie besteht eine große Gefahr bei Public-Private-Partnerships im NCD-Bereich in der unbewussten Übernahme von "Corporate Social Responsibility"-Narrativen gesundheitsschädlicher Industrien. Es wird dringend geraten, Interaktionen mit Herstellern von Tabak, Alkohol oder stark verarbeiteten Lebensmitteln auf das absolute, gesetzlich vorgeschriebene Minimum zu beschränken. Dabei wird eine vollständige Transparenz aller Konsultationen und Treffen empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie schließt eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Tabakindustrie strikt aus. Es wird empfohlen, jegliche Interaktion auf das gesetzlich zwingend erforderliche Minimum zu beschränken und transparent zu dokumentieren.

Laut Leitlinie umfasst die Prüfung den Abgleich mit Ausschlusskriterien sowie die systematische Suche nach schwerwiegenden Kontroversen (z.B. Umweltverstöße, Korruption). Zudem wird empfohlen, die Kompatibilität des Unternehmens mit den Kernprinzipien der NCD-Bekämpfung zu bewerten.

Es wird empfohlen, klare vertragliche Rahmenbedingungen, Transparenzregister und unabhängige Evaluierungen zu etablieren. Die Leitlinie betont, dass die staatliche Entscheidungshoheit zu jedem Zeitpunkt unangetastet bleiben muss.

Eine Beendigung wird empfohlen, wenn das Unternehmen vereinbarte Ziele nicht erreicht oder gegen Kernprinzipien verstößt. Auch wenn neu bewertete Risiken den gesundheitlichen Nutzen übersteigen, rät die Leitlinie zum sofortigen Abbruch der Kooperation.

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Quelle: Supporting member states in reaching informed decision-making on engaging with private sector entities for the prevention and control of noncommunicable diseases: a practical tool (WHO, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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