WHO2025

Natriumreduzierte Salzersatzstoffe: Kontraindikationen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: WHO (2025)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die WHO-Leitlinie (2025) adressiert die weltweit hohe Natriumaufnahme, die maßgeblich zu Bluthochdruck und kardiovaskulären Erkrankungen beiträgt. Der durchschnittliche globale Konsum liegt mit geschätzten 4,3 g pro Tag weit über dem empfohlenen Zielwert.

Um die Natriumaufnahme zu reduzieren, rücken natriumreduzierte Salzersatzstoffe (Lower-Sodium Salt Substitutes, LSSS) zunehmend in den Fokus. Diese ersetzen einen Teil des Natriumchlorids durch Kaliumchlorid und werden als potenzielles Mittel zur Blutdrucksenkung diskutiert.

Die Leitlinie bewertet die Evidenz zur Wirksamkeit und Sicherheit dieser Ersatzstoffe. Ziel ist es, eine evidenzbasierte Grundlage für den Einsatz im Rahmen von bevölkerungsbezogenen Gesundheitsstrategien zu schaffen.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen zum Einsatz von Salzersatzstoffen:

Allgemeine Zielwerte für Natrium

Laut Leitlinie wird eine Reduktion der Natriumaufnahme auf unter 2 g pro Tag empfohlen (starke Empfehlung). Dies dient der Senkung des Blutdrucks und des Risikos für kardiovaskuläre Erkrankungen.

Um diesen Zielwert zu erreichen, wird eine Reduktion des allgemeinen Salzkonsums als essenzieller Schritt beschrieben.

Die Leitlinie nennt folgende Referenzwerte für die tägliche Zufuhr:

ZielgruppeEmpfohlene maximale NatriumzufuhrEntsprechende Salzmenge
Erwachsene< 2 g / Tag< 5 g / Tag
KinderEnergiebedarfsabhängig nach unten angepasstEntsprechend reduziert

Einsatz von Salzersatzstoffen

Wenn Personen am Tisch oder beim Kochen Salz verwenden, wird der Austausch von regulärem Speisesalz durch kaliumhaltige, natriumreduzierte Salzersatzstoffe (LSSS) empfohlen (bedingte Empfehlung).

Die Leitlinie definiert den Anwendungsbereich wie folgt:

  • Die Empfehlung gilt für den diskretionären Gebrauch (eigenständiges Nachsalzen oder Salzen beim Kochen).

  • Sie gilt für Erwachsene in der Allgemeinbevölkerung.

  • Ausgenommen sind industriell verarbeitete Lebensmittel oder salzhaltige Würzmittel wie Sojasauce.

Einschränkungen der Empfehlung

Es wird betont, dass LSSS weiterhin Natrium enthalten. Die Leitlinie weist darauf hin, dass die absolute Natriummenge aus LSSS geringer sein sollte als die Menge, die durch reguläres Salz aufgenommen worden wäre.

Zudem wird klargestellt, dass der natürliche Kaliumbedarf primär über Lebensmittel wie Gemüse und Nüsse gedeckt werden sollte.

Kontraindikationen

Die Leitlinie schließt bestimmte Personengruppen explizit von der Empfehlung zur Nutzung kaliumhaltiger Salzersatzstoffe aus.

Folgende Gruppen dürfen laut Leitlinie keine LSSS verwenden:

  • Personen mit Nierenfunktionseinschränkungen

  • Personen, die kaliumsparende Diuretika oder Kaliumpräparate einnehmen

  • Personen mit anderen Erkrankungen, die die Kaliumausscheidung beeinträchtigen

Es wird darauf hingewiesen, dass in Haushalten, in denen eine Person ein Risiko für Hyperkaliämie aufweist, LSSS nicht für die Zubereitung von Familienmahlzeiten verwendet werden sollen.

Zudem gilt die Empfehlung mangels ausreichender Evidenz nicht für Kinder und schwangere Frauen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Warnhinweis der Leitlinie ist das Risiko einer Hyperkaliämie bei unerkannter Niereninsuffizienz. Es wird hervorgehoben, dass der Einsatz von kaliumhaltigen Salzersatzstoffen nur in Settings mit ausreichendem Zugang zur Gesundheitsversorgung gefördert werden sollte. Dadurch soll sichergestellt werden, dass Kontraindikationen wie Nierenerkrankungen nicht über längere Zeit undiagnostiziert bleiben.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie führt der Austausch von regulärem Salz durch LSSS zu einer moderaten Senkung des systolischen und diastolischen Blutdrucks. Zudem wird eine Reduktion von nicht-tödlichen Schlaganfällen und kardiovaskulärer Mortalität beschrieben.

Die Leitlinie rät bei Nierenfunktionseinschränkungen strikt von der Nutzung kaliumhaltiger Salzersatzstoffe ab. Es besteht ein erhöhtes Risiko für eine lebensbedrohliche Hyperkaliämie.

Es wird darauf hingewiesen, dass die aktuelle Evidenzlage für Kinder und Schwangere unzureichend ist. Daher schließt die Leitlinie diese Gruppen von der Empfehlung aus.

Die Leitlinie betont, dass der Kaliumbedarf vorrangig über eine gesunde Ernährung mit natürlichen Quellen wie Bohnen, Nüssen und grünem Gemüse gedeckt werden sollte. Salzersatzstoffe dienen primär der Natriumreduktion.

Die aktuelle Empfehlung beschränkt sich auf den diskretionären Gebrauch, also das eigenständige Salzen beim Kochen oder am Tisch. Industriell verarbeitete Lebensmittel oder Würzmittel wie Sojasauce sind von dieser spezifischen Empfehlung ausgenommen.

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Quelle: Use of lower-sodium salt substitutes: WHO guideline  (WHO, 2025). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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