IQWiG2018Hämatologie

Multiples Myelom: Daratumumab Indikation und Therapie

Diese Leitlinie stammt aus 2018 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2018)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht A18-03 stellt ein Addendum zur Nutzenbewertung von Daratumumab bei erwachsenen Personen mit multiplem Myelom dar. Es geht spezifisch um Betroffene, die bereits mindestens eine vorausgegangene Therapie erhalten haben.

Die Bewertung basiert maßgeblich auf den Daten der randomisierten, kontrollierten Studien CASTOR und POLLUX. Darin wurde Daratumumab jeweils als Add-on-Therapie zu bestehenden Regimen (Bortezomib plus Dexamethason beziehungsweise Lenalidomid plus Dexamethason) untersucht.

Ziel des Berichts ist es, das Ausmaß und die Wahrscheinlichkeit eines Zusatznutzens gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie zu ermitteln. Dabei werden patientenrelevante Endpunkte wie Mortalität, Morbidität, gesundheitsbezogene Lebensqualität und Nebenwirkungen metaanalytisch betrachtet.

Empfehlungen

Die Nutzenbewertung formuliert basierend auf den Studiendaten klare Aussagen zu den Vor- und Nachteilen der Kombinationstherapie.

Mortalität und Gesamtüberleben

Laut Bericht zeigt sich in der Metaanalyse ein statistisch signifikanter Unterschied beim Gesamtüberleben zugunsten von Daratumumab. Daraus leitet das Institut einen Beleg für einen erheblichen Zusatznutzen im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie ab.

Morbidität und Lebensqualität

Für die Endpunkte zum Gesundheitszustand (erhoben mittels EQ-5D VAS) sowie zur Symptomatik und gesundheitsbezogenen Lebensqualität (EORTC QLQ-C30) zeigt sich kein statistisch signifikanter Unterschied. Ein Zusatznutzen ist für diese Bereiche laut Bewertung nicht belegt.

Nebenwirkungen und unerwünschte Ereignisse (UE)

Die Auswertung der unerwünschten Ereignisse offenbart laut Bericht auch negative Effekte der Daratumumab-Kombination. Es wird auf folgende Schadenspotenziale hingewiesen:

  • Beleg für einen höheren Schaden bei schweren unerwünschten Ereignissen (CTCAE Grad 3-4) mit dem Ausmaß "beträchtlich".

  • Hinweis auf einen höheren Schaden bei Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts (Ausmaß: beträchtlich).

  • Hinweis auf einen höheren Schaden bei Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums (Ausmaß: beträchtlich).

  • Kein Anhaltspunkt für einen höheren oder geringeren Schaden bei febriler Neutropenie oder peripherer sensorischer Neuropathie.

Gesamtaussage zum Zusatznutzen

In der Gesamtschau wägt der Bericht die positiven und negativen Effekte ab. Die folgende Tabelle fasst die zentralen Ergebnisse der Nutzenbewertung zusammen:

EndpunktkategorieSpezifischer EndpunktBewertung des EffektsAusmaß
MortalitätGesamtüberlebenZusatznutzen belegtErheblich
Nebenwirkungen (schwer)Schwere UE (CTCAE Grad 3-4)Höherer Schaden belegtBeträchtlich
Nebenwirkungen (spezifisch)Gastrointestinale ErkrankungenHinweis auf höheren SchadenBeträchtlich
Nebenwirkungen (spezifisch)AtemwegserkrankungenHinweis auf höheren SchadenBeträchtlich

Zusammenfassend ergibt sich laut IQWiG für die untersuchte Patientengruppe ein Beleg für einen beträchtlichen Zusatznutzen von Daratumumab in den genannten Kombinationstherapien.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Bericht stellt heraus, dass dem erheblichen Überlebensvorteil durch Daratumumab ein beträchtliches Risiko für schwere unerwünschte Ereignisse gegenübersteht. Laut Auswertung traten insbesondere gastrointestinale Beschwerden sowie Erkrankungen der Atemwege unter der Kombinationstherapie signifikant häufiger auf. Diese spezifischen Schadenspotenziale flossen maßgeblich in die Gesamtabwägung des Zusatznutzens ein.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht gibt es einen Beleg für einen beträchtlichen Zusatznutzen. Dieser ergibt sich aus einem erheblichen Vorteil beim Gesamtüberleben, der jedoch durch vermehrte Nebenwirkungen in der Gesamtschau leicht abgewertet wird.

Die Bewertung stützt sich auf Studien, in denen Daratumumab entweder mit Bortezomib und Dexamethason (CASTOR-Studie) oder mit Lenalidomid und Dexamethason (POLLUX-Studie) kombiniert wurde.

Die Auswertung zeigt einen Beleg für vermehrt auftretende schwere unerwünschte Ereignisse (CTCAE Grad 3-4). Zudem gibt es Hinweise auf einen höheren Schaden durch gastrointestinale Erkrankungen sowie Atemwegserkrankungen.

In den bewerteten Studien konnte kein statistisch signifikanter Unterschied bei der gesundheitsbezogenen Lebensqualität oder der Symptomatik festgestellt werden. Ein Zusatznutzen ist in diesen Bereichen laut Bericht nicht belegt.

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Quelle: IQWiG A18-03: Daratumumab (multiples Myelom) - Addendum zum Auftrag A17-40 (IQWiG, 2018). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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