Metastasiertes Kolorektalkarzinom (mCRC): Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: ASCO (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Kolorektalkarzinom (CRC) gehört weltweit zu den häufigsten Krebserkrankungen. Etwa ein Drittel der Betroffenen entwickelt im Verlauf oder bereits bei der Erstdiagnose Metastasen.

Die 5-Jahres-Überlebensrate für das metastasierte Kolorektalkarzinom (mCRC) liegt bei etwa 15 Prozent. Die Therapieentscheidung ist aufgrund der Heterogenität der Erkrankung und verschiedener molekularer Subtypen hochkomplex.

Die ASCO-Leitlinie adressiert spezifische Fragestellungen zur systemischen Erst- und Zweitlinientherapie. Zudem werden lokoregionäre Behandlungsoptionen bei Leber- und Peritonealmetastasen bewertet.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt ausdrücklich vor dem routinemäßigen Einsatz der hyperthermen intraperitonealen Chemotherapie (HIPEC) bei Peritonealmetastasen, da diese keinen Überlebensvorteil bietet, aber die Rate an schweren postoperativen Komplikationen erhöht. Zudem wird betont, dass zytoreduktive Eingriffe (CRS) ausschließlich in spezialisierten Zentren mit hoher Fallzahl durchgeführt werden sollten.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt Pembrolizumab als Erstlinientherapie für Patienten mit MSI-H oder dMMR metastasiertem Kolorektalkarzinom. Diese Empfehlung basiert auf einem signifikanten Vorteil beim progressionsfreien Überleben im Vergleich zur Chemotherapie.

Eine Anti-EGFR-Therapie (wie Cetuximab oder Panitumumab) in Kombination mit einer Doubletten-Chemotherapie wird als Erstlinientherapie bei linksseitigen RAS-Wildtyp-Tumoren empfohlen. Bei rechtsseitigen Tumoren oder RAS-Mutationen wird laut Leitlinie von dieser Therapie abgeraten.

Bei Patienten mit einer BRAF V600E-Mutation, die bereits eine vorherige Therapielinie erhalten haben, wird die Kombination aus Encorafenib und Cetuximab empfohlen. Diese Kombination zeigte in Studien signifikante Verbesserungen des Gesamtüberlebens.

Laut Leitlinie wird die selektive interne Radiotherapie (SIRT) bei uni- oder bilobären Lebermetastasen routinemäßig nicht empfohlen. Studien zeigten keinen Überlebensvorteil, jedoch eine höhere Rate an unerwünschten Ereignissen im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie.

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Quelle: Treatment of Metastatic Colorectal Cancer: ASCO Guideline (ASCO, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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