MASLD und MASH: Leitlinien zu Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: EASL (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die EASL-Leitlinie (2024) definiert die metabolische dysfunktions-assoziierte steatotische Lebererkrankung (MASLD, ehemals NAFLD) als das Vorliegen einer Lebersteatose in Kombination mit mindestens einem kardiometabolischen Risikofaktor. Andere Ursachen für eine Leberverfettung müssen dabei ausgeschlossen werden.

Das Spektrum der Erkrankung reicht von der einfachen Steatose über die metabolische dysfunktions-assoziierte Steatohepatitis (MASH) bis hin zur Leberzirrhose und dem hepatozellulären Karzinom (HCC). Eine neue Subkategorie bildet die MetALD, bei der neben der metabolischen Dysfunktion ein moderater Alkoholkonsum vorliegt.

Die Prävalenz der MASLD steigt weltweit an und ist eng mit Typ-2-Diabetes und Adipositas verknüpft. Die Leitlinie betont, dass das Ausmaß der Leberfibrose der stärkste Prädiktor für leberbezogene Mortalität und das HCC-Risiko ist.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie ist der FIB-4-Score das primäre Instrument zum Ausschluss einer fortgeschrittenen Fibrose in der Primärversorgung. Es wird jedoch betont, dass bei Personen über 65 Jahren ein angepasster, höherer Cut-off-Wert von 2,0 (anstelle von 1,3) angewendet werden muss, um eine hohe Rate an falsch-positiven Ergebnissen zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie rät von einem allgemeinen Bevölkerungsscreening ab. Es wird jedoch ein gezieltes Screening bei Risikogruppen empfohlen, insbesondere bei Personen mit Typ-2-Diabetes, Adipositas mit weiteren metabolischen Risikofaktoren oder erhöhten Leberwerten.

Es wird der FIB-4-Score als erster nicht-invasiver Schritt empfohlen. Bei unklaren oder erhöhten Werten rät die Leitlinie zu einer anschließenden Elastographie (z. B. FibroScan), um das Fibroserisiko weiter einzugrenzen.

Laut Leitlinie wird Resmetirom für Personen mit nicht-zirrhotischer MASH und signifikanter Fibrose (ab F2) empfohlen, sofern eine lokale Zulassung vorliegt. Medikamente wie GLP-1-Rezeptoragonisten werden primär zur Behandlung der Begleiterkrankungen (Adipositas, Diabetes) empfohlen.

Die Leitlinie empfiehlt, Personen mit MASLD generell vom Alkoholkonsum abzuraten. Bei Vorliegen einer fortgeschrittenen Fibrose oder Zirrhose wird eine vollständige und dauerhafte Alkoholabstinenz gefordert.

Ja, die Leitlinie stuft Statine auch bei chronischen Lebererkrankungen und kompensierter Zirrhose als sicher ein. Sie sollen zur Reduktion von kardiovaskulären Ereignissen leitliniengerecht eingesetzt werden.

Für das routinemäßige klinische Management ist eine Leberbiopsie meist nicht erforderlich. Sie wird laut Leitlinie jedoch benötigt, um eine Steatohepatitis definitiv zu sichern oder andere Lebererkrankungen auszuschließen.

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Quelle: EASL-EASD-EASO 2024 Clinical Practice Guidelines on MASLD (Metabolic Dysfunction-Associated Steatotic Liver Disease) (EASL, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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