MASLD und MASH: Diagnostik, FIB-4-Score und Resmetirom

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: EASL (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die EASL-EASD-EASO-Leitlinie (2024) aktualisiert die Nomenklatur und das Management der metabolischen Dysfunktion-assoziierten steatotischen Lebererkrankung (MASLD). MASLD ersetzt den bisherigen Begriff der nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung (NAFLD).

Die Diagnose einer MASLD erfordert den Nachweis einer Lebersteatose in Kombination mit mindestens einem kardiometabolischen Risikofaktor. Ein schädlicher Alkoholkonsum oder andere spezifische Ursachen müssen ausgeschlossen sein.

Folgende kardiometabolische Risikofaktoren definieren laut Leitlinie eine MASLD bei Erwachsenen:

RisikofaktorKriterium
Übergewicht / AdipositasBMI ≥ 25 kg/m² oder erhöhter Bauchumfang
Dysglykämie / Typ-2-DiabetesHbA1c ≥ 5,7 %, Nüchternblutzucker ≥ 100 mg/dl oder medikamentöse Therapie
Blutdruck≥ 130/85 mmHg oder antihypertensive Therapie
Triglyceride≥ 150 mg/dl oder lipidsenkende Therapie
HDL-Cholesterin≤ 40 mg/dl (Männer) bzw. ≤ 50 mg/dl (Frauen) oder lipidsenkende Therapie

Das Krankheitsspektrum reicht von der isolierten Steatose über die Steatohepatitis (MASH) bis hin zu fortgeschrittener Fibrose, Zirrhose und dem hepatozellulären Karzinom (HCC).

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont, dass normale Leberwerte (Transaminasen) eine fortgeschrittene Fibrose bei MASLD nicht ausschließen. Es wird daher angeraten, bei Risikogruppen wie Personen mit Typ-2-Diabetes primär nicht-invasive Scores wie den FIB-4-Index zur Risikostratifizierung zu nutzen, anstatt sich auf isolierte Leberenzyme zu verlassen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie erfolgt die Diagnose durch den Nachweis einer Lebersteatose (z. B. im Ultraschall) in Kombination mit mindestens einem kardiometabolischen Risikofaktor. Andere Ursachen wie ein schädlicher Alkoholkonsum müssen ausgeschlossen werden.

Die Leitlinie empfiehlt den FIB-4-Index als ersten Schritt zur nicht-invasiven Risikostratifizierung. Bei auffälligen Werten sollte eine Elastographie (z. B. FibroScan) angeschlossen werden.

Bei nicht-zirrhotischer MASH mit signifikanter Fibrose (Stadium ≥ 2) wird der Einsatz von Resmetirom empfohlen, sofern eine lokale Zulassung besteht. Andere Medikamente wie GLP-1-Analoga werden primär zur Behandlung der Begleiterkrankungen eingesetzt.

Es wird eine Gewichtsreduktion von mindestens 5 % empfohlen, um die Leberverfettung zu reduzieren. Für eine Rückbildung der Fibrose ist laut Leitlinie ein Gewichtsverlust von über 10 % erforderlich.

Bei einer kompensierten Zirrhose und erhaltener Nierenfunktion kann Metformin eingesetzt werden. Bei einer dekompensierten Zirrhose warnt die Leitlinie jedoch vor dem Einsatz aufgrund des Laktatazidose-Risikos.

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Quelle: EASL-EASD-EASO Clinical Practice Guidelines on MASLD (Supplementary Material) (EASL, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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