IQWiG2024Onkologie

Magenkarzinom (HER2+): Pembrolizumab-Therapie & Verlauf

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bewertet in diesem Addendum den Zusatznutzen von Pembrolizumab. Die Bewertung bezieht sich auf die Erstlinienbehandlung von erwachsenen Patienten mit lokal fortgeschrittenem, nicht resezierbarem oder metastasierendem HER2-positivem Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs.

Im Fokus steht die Patientengruppe mit PD-L1-exprimierenden Tumoren (Combined Positive Score [CPS] >= 1). Datengrundlage für die Bewertung ist die randomisierte, kontrollierte Studie KEYNOTE-811.

Verglichen wird die Kombination aus Pembrolizumab, Trastuzumab und einer fluoropyrimidin- und platinbasierten Chemotherapie mit der zweckmäßigen Vergleichstherapie. Diese besteht aus Trastuzumab in Kombination mit Capecitabin/Cisplatin oder 5-Fluorouracil/Cisplatin.

Empfehlungen

Der Bericht fasst die Ergebnisse zum dritten Datenschnitt der KEYNOTE-811-Studie wie folgt zusammen:

Überleben und Symptomatik

  • Für das Gesamtüberleben zeigt sich ein statistisch signifikanter Vorteil der Pembrolizumab-Kombination.

  • Bei der Symptomatik ergibt sich ein Nachteil durch vermehrt auftretende Diarrhö.

  • Für die meisten anderen Symptome (wie Fatigue, Schmerz oder Übelkeit) lässt sich kein signifikanter Unterschied feststellen.

Gesundheitsbezogene Lebensqualität

Die Auswertung der Lebensqualität zeigt laut Bericht ein gemischtes Bild:

  • Es wird ein Vorteil bei der emotionalen Funktion beschrieben.

  • Ein Nachteil zeigt sich bei der sozialen Funktion.

  • Bei Patienten ab 65 Jahren wird eine signifikante Verschlechterung der kognitiven Funktion unter Pembrolizumab beobachtet.

Nebenwirkungen

Der Bericht identifiziert mehrere Nachteile im Bereich der unerwünschten Ereignisse (UE) für den Pembrolizumab-Arm:

  • Vermehrtes Auftreten von immunvermittelten schweren UE und schwerwiegenden UE (SUE).

  • Häufigere Infektionen und parasitäre Erkrankungen.

  • Häufigere Erkrankungen der Nieren und Harnwege.

  • Bei Patienten unter 65 Jahren zeigt sich ein genereller Nachteil bei schweren UE.

Bewertung des Zusatznutzens

Basierend auf der Gesamtabwägung kommt der Bericht zu folgendem Fazit bezüglich der vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) festgelegten Vergleichstherapie:

IndikationZweckmäßige VergleichstherapieAusmaß des Zusatznutzens
HER2-positives, PD-L1-exprimierendes Magenkarzinom (CPS >= 1)Trastuzumab + (Capecitabin/Cisplatin ODER 5-Fluoruracil/Cisplatin)Zusatznutzen nicht belegt
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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der IQWiG-Bericht weist auf ein signifikant erhöhtes Risiko für immunvermittelte schwere unerwünschte Ereignisse sowie Infektionen unter der Pembrolizumab-Kombination hin. Zudem wird eine Verschlechterung der kognitiven Funktion bei Patienten ab 65 Jahren beschrieben. Es wird eine entsprechende klinische Überwachung dieser spezifischen Risiken nahegelegt.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG ist ein Zusatznutzen für Pembrolizumab in der Erstlinie bei PD-L1-positiven Tumoren (CPS >= 1) gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie insgesamt nicht belegt.

Der Bericht bestätigt einen statistisch signifikanten Vorteil beim Gesamtüberleben für die Pembrolizumab-Kombination im Vergleich zum Kontrollarm.

Es zeigen sich Nachteile bei immunvermittelten schweren unerwünschten Ereignissen, Infektionen und Erkrankungen der Nieren und Harnwege. Bei Patienten unter 65 Jahren traten zudem vermehrt schwere unerwünschte Ereignisse auf.

Die Daten zeigen einen Vorteil bei der emotionalen Funktion, jedoch Nachteile bei der sozialen Funktion und vermehrte Diarrhö. Bei älteren Patienten ab 65 Jahren wurde zudem eine Verschlechterung der kognitiven Funktion beobachtet.

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Quelle: IQWiG A24-58: Pembrolizumab (Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs, HER2-positiv) – Addendum zum Projekt A24-01 (IQWiG, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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