Lyme-Borreliose: Diagnostik und Therapie-Empfehlungen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IDSA (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Lyme-Borreliose ist eine durch Zecken übertragene Infektionskrankheit, die durch Spirochäten des Borrelia burgdorferi sensu lato Komplexes verursacht wird. Die Übertragung erfolgt in Nordamerika und Eurasien primär durch Zecken der Gattung Ixodes.

Das klinische Bild ist komplex und reicht von frühen lokalen Hautmanifestationen wie dem Erythema migrans bis hin zu disseminierten Verläufen. Letztere können das Nervensystem (Neuroborreliose), das Herz (Lyme-Karditis) oder die Gelenke (Lyme-Arthritis) betreffen.

Die vorliegende Leitlinie der Infectious Diseases Society of America (IDSA), der American Academy of Neurology (AAN) und des American College of Rheumatology (ACR) bietet evidenzbasierte Empfehlungen zur Prävention, Diagnostik und medikamentösen Therapie der Erkrankung. Sie adressiert zudem das Vorgehen bei Koinfektionen mit anderen zeckenübertragenen Erregern.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Hinweis der Leitlinie ist, dass bei einem typischen Erythema migrans die Diagnose rein klinisch gestellt wird, da serologische Tests in der Frühphase häufig falsch-negativ ausfallen. Zudem wird explizit davon abgeraten, entfernte Zecken im Labor auf Borrelien untersuchen zu lassen oder asymptomatische Patienten nach einem Zeckenstich zu testen, da dies häufig zu unnötigen Antibiotikagaben führt.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird eine Einmaldosis Doxycyclin nur bei Hochrisiko-Zeckenstichen innerhalb von 72 Stunden nach Entfernung empfohlen. Ein Hochrisiko-Stich liegt vor, wenn die Zecke als Ixodes-Spezies identifiziert wurde, aus einem hochendemischen Gebiet stammt und mindestens 36 Stunden gesaugt hat.

Die Leitlinie empfiehlt eine Therapiedauer von 10 Tagen bei der Gabe von Doxycyclin. Bei der Verwendung von Amoxicillin oder Cefuroximaxetil wird eine Dauer von 14 Tagen empfohlen.

Es wird primär eine Serum-Antikörpertestung empfohlen. Von einer routinemäßigen PCR oder Kultur aus dem Liquor oder Blut wird aufgrund mangelnder Sensitivität abgeraten.

Die Leitlinie rät stark davon ab, Patienten mit persistierenden unspezifischen Symptomen (wie Fatigue oder Schmerzen) nach leitliniengerechter Therapie erneut antibiotisch zu behandeln. Es gibt keine Evidenz für einen Nutzen, jedoch ein dokumentiertes Risiko für unerwünschte Wirkungen.

Eine stationäre Aufnahme mit kontinuierlichem EKG-Monitoring wird bei Patienten mit schweren kardialen Komplikationen empfohlen. Dazu gehören eine signifikante PR-Verlängerung (über 300 Millisekunden), andere Arrhythmien oder klinische Manifestationen einer Myoperikarditis.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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