BfArM2010

Lenalidomid: Risiko venöser und arterieller Thrombosen

Diese Leitlinie stammt aus 2010 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2010)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Rote-Hand-Brief des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus dem Jahr 2010 warnt vor schwerwiegenden Nebenwirkungen unter der Therapie mit Revlimid (Lenalidomid).

Lenalidomid ist ein immunmodulatorischer Wirkstoff, der in der Onkologie primär zur Behandlung hämatologischer Systemerkrankungen wie dem Multiplen Myelom eingesetzt wird.

Die Sicherheitsinformation fokussiert sich auf das Risiko für venöse und arterielle thromboembolische Ereignisse, die im Zusammenhang mit der Einnahme des Medikaments beobachtet wurden.

Diese Zusammenfassung basiert auf der Kurzinformation des Rote-Hand-Briefs. Zur klinischen Einordnung wurde allgemeines medizinisches Hintergrundwissen zur Thromboseprophylaxe ergänzt.

Empfehlungen

Der Rote-Hand-Brief formuliert folgende zentrale Sicherheitswarnung:

Thromboembolisches Risiko

  • Laut BfArM besteht im Zusammenhang mit der Anwendung von Revlimid (Lenalidomid) ein signifikantes Risiko für venöse thromboembolische Ereignisse.

  • Ebenso wird vor dem Auftreten von arteriellen thromboembolischen Ereignissen unter der Therapie gewarnt.

  • Es wird darauf hingewiesen, dass diese sicherheitsrelevanten Informationen bei der Verordnung und der klinischen Überwachung der Therapie zwingend zu berücksichtigen sind.

Klinisches Management und Prophylaxe

Zur Einordnung der Sicherheitswarnung gelten im klinischen Alltag folgende allgemeine Prinzipien:

  • Zur Risikominimierung wird unter einer Lenalidomid-Therapie standardmäßig eine medikamentöse Thromboseprophylaxe empfohlen.

  • Abhängig vom individuellen Risikoprofil kommen hierbei typischerweise Acetylsalicylsäure (ASS) oder niedermolekulare Heparine (NMH) zum Einsatz.

  • Vor Therapiebeginn wird eine sorgfältige Evaluation kardiovaskulärer Risikofaktoren (wie Rauchen, Hypertonie, Hyperlipidämie oder stattgehabte Thrombosen) empfohlen.

  • Es wird ein regelmäßiges klinisches Monitoring auf Anzeichen von Thromboembolien während der gesamten Behandlungsdauer angeraten.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Es wird empfohlen, Patienten unter Lenalidomid proaktiv über die Symptome venöser und arterieller Thromboembolien (wie plötzliche Atemnot, Brustschmerzen oder Beinschwellungen) aufzuklären und konsequent eine risikoadaptierte Thromboseprophylaxe durchzuführen.

Häufig gestellte Fragen

Das BfArM warnt vor einem erhöhten Risiko für das Auftreten von venösen und arteriellen thromboembolischen Ereignissen im Zusammenhang mit der Einnahme von Revlimid.

Im klinischen Alltag wird eine medikamentöse Thromboseprophylaxe empfohlen. Je nach individuellem Risikoprofil kommen hierfür typischerweise ASS oder niedermolekulare Heparine zum Einsatz.

Es wird empfohlen, vor Therapiebeginn individuelle kardiovaskuläre Risikofaktoren sowie stattgehabte Thrombosen zu erfassen, um die Notwendigkeit und Art der Thromboseprophylaxe zu steuern.

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Quelle: Rote-Hand-Brief zu Revlimid® (Lenalidomid): Auftreten von venösen und arteriellen thromboembolischen Ereignissen (BfArM, 2010). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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