Larotrectinib (Vitrakvi): Indikation und Dosierung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: EMA (2026)|Arzneimittel-Fachinformation|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die vorliegende Zusammenfassung basiert auf der Fachinformation (SmPC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) zu Vitrakvi (Wirkstoff: Larotrectinib). Larotrectinib ist ein selektiver Tropomyosin-Rezeptor-Kinase (TRK)-Inhibitor.

Das Medikament ist als Monotherapie für erwachsene und pädiatrische Patienten mit soliden Tumoren indiziert, die eine Neurotrophe Tyrosin-Rezeptor-Kinase (NTRK)-Genfusion aufweisen.

Laut Leitlinie wird die Therapie angewendet, wenn die Erkrankung lokal fortgeschritten oder metastasiert ist, oder wenn eine chirurgische Resektion wahrscheinlich zu schwerer Morbidität führen würde. Eine weitere Voraussetzung ist das Fehlen zufriedenstellender Behandlungsalternativen.

Empfehlungen

Die Fachinformation formuliert folgende Kernaspekte für die Anwendung:

Diagnostik

Vor Beginn der Behandlung wird empfohlen, das Vorliegen einer NTRK-Genfusion in einer Tumorprobe durch einen validierten Test zu bestätigen.

Therapie

Die Behandlung sollte gemäß Leitlinie von Ärzten eingeleitet werden, die Erfahrung in der Verabreichung von Krebstherapien haben. Für die Einnahme gelten folgende Hinweise:

  • Die orale Lösung kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

  • Die Einnahme zusammen mit Grapefruit oder Grapefruitsaft wird nicht empfohlen.

  • Bei Verabreichung über eine Magensonde darf das Medikament nicht mit Sondennahrung gemischt werden.

Monitoring

Die Leitlinie betont die Wichtigkeit der Überwachung der Leberfunktion, da Hepatotoxizität auftreten kann. Es wird empfohlen, ALT, AST, alkalische Phosphatase (ALP) und Bilirubin zu folgenden Zeitpunkten zu kontrollieren:

  • Vor der ersten Dosis

  • Alle zwei Wochen während des ersten Behandlungsmonats

  • Monatlich für die folgenden sechs Monate

  • Danach in regelmäßigen Abständen während der Therapie

Schwangerschaft und Stillzeit

Frauen im gebärfähigen Alter wird empfohlen, vor Behandlungsbeginn einen Schwangerschaftstest durchzuführen. Während der Therapie und für mindestens einen Monat nach der letzten Dosis wird eine hochwirksame Empfängnisverhütung empfohlen.

Da nicht bekannt ist, ob Larotrectinib die Wirksamkeit systemisch wirkender hormoneller Kontrazeptiva verringert, wird die zusätzliche Anwendung einer Barrieremethode angeraten. Das Stillen sollte laut Leitlinie während der Behandlung und für drei Tage nach der letzten Dosis unterbrochen werden.

Dosierung

Die Leitlinie gibt folgende Standarddosierungen für Larotrectinib vor:

PatientengruppeEmpfohlene DosisMaximale Einzeldosis
Erwachsene100 mg zweimal täglich100 mg
Kinder und Jugendliche100 mg/m² Körperoberfläche zweimal täglich100 mg

Bei Vorliegen bestimmter Begleitumstände wird eine Dosisanpassung der Startdosis empfohlen:

SituationDosisanpassung
Mäßige bis schwere Leberfunktionsstörung (Child-Pugh B oder C)Reduktion der Startdosis um 50 %
Gleichzeitige Gabe starker CYP3A4-InhibitorenReduktion der Dosis um 50 %

Bei Auftreten von unerwünschten Reaktionen (Grad 3 oder 4, ausgenommen Leberwerte) wird ein Aussetzen der Therapie empfohlen, bis sich die Symptome auf Grad 1 oder den Ausgangswert bessern. Danach erfolgt die Wiederaufnahme gemäß folgendem Stufenschema:

ModifikationsstufeErwachsene & Kinder (KOF ≥ 1,0 m²)Kinder (KOF < 1,0 m²)
Erste Reduktion75 mg zweimal täglich75 mg/m² zweimal täglich
Zweite Reduktion50 mg zweimal täglich50 mg/m² zweimal täglich
Dritte Reduktion100 mg einmal täglich25 mg/m² zweimal täglich

Es wird ein dauerhafter Therapieabbruch empfohlen, wenn Patienten das Medikament nach drei Dosisreduktionen nicht tolerieren.

Kontraindikationen

Die Anwendung ist bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile kontraindiziert.

Die Leitlinie warnt vor neurologischen Reaktionen wie Schwindel, Gangstörungen und Parästhesien, die meist in den ersten drei Behandlungsmonaten auftreten. Zudem wird auf das Risiko einer Hepatotoxizität hingewiesen.

Die orale Lösung enthält Saccharose und Sorbitol. Patienten mit seltener hereditärer Fructose-Intoleranz, Glucose-Galactose-Malabsorption oder Saccharase-Isomaltase-Mangel wird von der Einnahme abgeraten. Das enthaltene Propylenglycol kann bei Neugeborenen in Kombination mit Alkoholdehydrogenase-Substraten schwere Nebenwirkungen verursachen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Fachinformation warnt ausdrücklich davor, die orale Lösung von Vitrakvi bei der Verabreichung über eine Magensonde mit Sondennahrung zu mischen. Es wird darauf hingewiesen, dass dies zu Verstopfungen der Sonde führen kann. Stattdessen wird empfohlen, die Sonde vor und nach der Medikamentengabe mit mindestens 10 ml Wasser zu spülen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Fachinformation soll keine doppelte Dosis eingenommen werden, um eine vergessene Dosis auszugleichen. Die nächste Dosis wird zum regulär geplanten Zeitpunkt eingenommen. Dies gilt auch, wenn der Patient nach der Einnahme erbricht.

Es wird davon abgeraten, das Medikament mit Grapefruit oder Grapefruitsaft einzunehmen. Die Leitlinie weist darauf hin, dass Grapefruit als CYP3A-Inhibitor die Plasmakonzentration von Larotrectinib erhöhen kann.

Ein dauerhafter Abbruch wird empfohlen, wenn der Patient das Medikament nach drei Dosisreduktionen nicht verträgt. Ebenso sollte die Therapie beendet werden, wenn sich unerwünschte Reaktionen vom Grad 3 oder 4 innerhalb von vier Wochen nach Unterbrechung nicht bessern.

Die Fachinformation gibt an, dass bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen keine Dosisanpassung erforderlich ist.

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Quelle: Vitrakvi — SmPC (Summary of Product Characteristics) (EMA, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.

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