Antikörpersuchtest (AKST): Gesundheit.gv.at Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Gesundheit.gv.at (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die klinische Leitlinie von Gesundheit.gv.at (2026) beschreibt den Antikörpersuchtest (AKST) als zentralen Bestandteil der Blutgruppenbestimmung und der Verträglichkeitsprobe. Die Untersuchung ist für die Auswahl geeigneter Blutkonserven vor einer Transfusion zwingend erforderlich.

Bei dem Test wird die von Blutkörperchen befreite Blutflüssigkeit (Plasma oder Serum) auf vom Körper gebildete Immunstoffe untersucht. Dabei wird zwischen natürlich vorkommenden, regulären Antikörpern und irregulären Antikörpern unterschieden.

Irreguläre Antikörper entstehen nicht natürlich, sondern bilden sich erst nach einer Sensibilisierung. Dies kann laut Leitlinie durch eine vorangegangene Bluttransfusion, eine Schwangerschaft oder eine Organtransplantation ausgelöst werden.

Empfehlungen

Diagnostik und Antikörper-Typisierung

Im Rahmen der Diagnostik wird eine Unterscheidung der Antikörper vorgenommen. Die sogenannte Serumgegenprobe bestimmt ausschließlich die natürlich vorkommenden Isoagglutinine des AB0-Systems.

BlutgruppeVorhandene Isoagglutinine
AAnti-B
BAnti-A
0Anti-A und Anti-B
ABKeine Isoagglutinine

Neben dem AB0-System existieren weitere Antigensysteme auf der Erythrozytenoberfläche. Die Leitlinie nennt hierbei das Kell-System als besonders bedeutsam, führt aber auch Duffy, Kidd, Lewis, Lutheran und MNS an.

Bei einem positiven Antikörpersuchtest auf irreguläre Antikörper wird zwingend eine Antikörperspezifizierung gefordert. Nur so können verträgliche Blutkonserven ausgewählt werden.

Prätransfusionelle Maßnahmen

Vor jeder Bluttransfusion müssen laut Leitlinie spezifische Sicherheitsuntersuchungen durchgeführt werden:

  • Kreuzprobe (Major-Test): Untersuchung der Reaktion von Spendererythrozyten im Serum der empfangenden Person.

  • Bedsidetest: Unmittelbar vor der Verabreichung muss eine ärztliche Überprüfung der AB0-Blutgruppe der zu behandelnden Person und der Blutkonserve direkt am Krankenbett erfolgen.

Transfusionsrichtlinien

Für Transfusionen werden in der Regel leukozytendepletierte Erythrozytenkonzentrate verwendet. Die Vergabe richtet sich nach dem Universalspenderschema.

Personen mit der Blutgruppe 0 gelten als Universalspender. Träger der Blutgruppe AB fungieren hingegen als Universalempfänger.

Eigenblutspende

Zur Vermeidung von Infektionsrisiken durch Fremdblut wird die Eigenblutvorsorge beschrieben. Die Blutabnahme kann bis zu sechs Wochen vor einem operativen Eingriff erfolgen.

Die gewonnenen Erythrozyten sind bei +4 °C bis zu 42 Tage haltbar. Das separierte Plasma kann bei -30 °C bis zu zwei Jahre gelagert werden.

Referenzwerte

Die Leitlinie definiert die Referenzwerte für den Antikörpersuchtest wie folgt:

PatientengruppeReferenzwert
Männer (bis 18 Jahre)negativ
Männer (über 18 Jahre)negativ
Frauen (bis 18 Jahre)negativ
Frauen (über 18 Jahre)negativ
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💡Praxis-Tipp

Ein positiver Antikörpersuchtest erfordert laut Leitlinie zwingend eine nachfolgende Antikörperspezifizierung, da andernfalls keine verträglichen Blutkonserven ausgewählt werden können. Zudem wird streng darauf hingewiesen, dass der Bedsidetest unmittelbar vor der Transfusion zwingend durch ärztliches Personal durchgeführt werden muss.

Häufig gestellte Fragen

Ein positives Ergebnis weist auf das Vorhandensein irregulärer Antikörper hin. Laut Leitlinie muss in diesem Fall eine Antikörperspezifizierung erfolgen, um verträgliche Blutkonserven für eine Transfusion zu finden.

Der Test untersucht das Blutplasma auf reguläre Antikörper (Isoagglutinine des AB0-Systems) sowie auf irreguläre Antikörper. Letztere richten sich gegen andere Blutgruppensysteme wie Kell, Duffy oder Kidd.

Irreguläre Antikörper kommen nicht natürlich im Blut vor. Sie entstehen laut Leitlinie erst nach einem Kontakt mit fremden Antigenen, beispielsweise durch eine Bluttransfusion, eine Schwangerschaft oder eine Organtransplantation.

Bei einer Eigenblutspende sind die separierten Erythrozyten bei +4 °C bis zu 42 Tage haltbar. Das Blutplasma kann bei -30 °C sogar bis zu zwei Jahre gelagert werden.

Die Leitlinie schreibt vor, dass der Bedsidetest direkt am Krankenbett durchgeführt werden muss. Diese Überprüfung der Blutgruppe von Konserve und empfangender Person obliegt zwingend einer Ärztin oder einem Arzt.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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