Komplikationen der Leberzirrhose: Diagnostik & Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-Leitlinie behandelt die Diagnostik und Therapie der häufigsten Komplikationen einer Leberzirrhose. Dazu zählen Aszites, die spontan bakterielle Peritonitis (SBP), das hepatorenale Syndrom (HRS), der hepatische Hydrothorax sowie die hepatische Enzephalopathie (HE).

Das Auftreten dieser Komplikationen signalisiert in der Regel ein Voranschreiten der Lebererkrankung und geht mit einer verschlechterten Prognose einher. Eine frühzeitige Erkennung und strukturierte Behandlung sind daher essenziell.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt ausdrücklich davor, bei Patienten mit hepatischer Enzephalopathie eine Proteinrestriktion durchzuführen. Stattdessen wird eine ausreichende Eiweißzufuhr von 1,2 bis 1,5 g/kg Körpergewicht sowie eine späte Abendmahlzeit empfohlen, um eine katabole Stoffwechsellage zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird eine Punktion bei jedem neu aufgetretenen Aszites sowie bei klinischer Verschlechterung oder Verdacht auf eine spontan bakterielle Peritonitis empfohlen.

Die Leitlinie empfiehlt keine routinemäßige Substitution von Plasmaderivaten vor einer Punktion. Eine Ausnahme bildet lediglich die disseminierte intravasale Gerinnungsstörung (DIC).

Die Diagnose wird gemäß Leitlinie ab einer Zellzahl von über 250 polymorphonukleären Zellen (PMN) pro Mikroliter im Aszites gestellt. Urin-Teststreifen sollen nicht als alleiniges Nachweisverfahren verwendet werden.

Es wird eine Kombinationstherapie aus Albumininfusion und einem Vasokonstriktor wie Terlipressin empfohlen. Eine alleinige Albumininfusion ist laut Leitlinie nicht ausreichend.

Die Leitlinie empfiehlt Lactulose als Medikament der ersten Wahl zur Therapie einer akuten Episode. Rifaximin sollte primär bei Unverträglichkeit oder in der Sekundärprophylaxe eingesetzt werden.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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