WHO2023

Kohlenhydratzufuhr: Ballaststoff-Ziele und Empfehlungen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: WHO (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Nicht übertragbare Krankheiten (NCDs) und Adipositas gehören weltweit zu den führenden Todesursachen. Laut Leitlinie spielt die Qualität der mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate eine entscheidende Rolle bei der Modulation des Risikos für diese Erkrankungen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fokussiert sich in ihrer aktualisierten Leitlinie auf die Qualität der Kohlenhydrate. Es wird hervorgehoben, dass hochwertige Kohlenhydrate vor allem durch ihren Ursprung und einen hohen Gehalt an natürlich vorkommenden Ballaststoffen definiert sind.

Die Leitlinie betont, dass der Konsum von Ballaststoffen, Vollkornprodukten, Gemüse, Obst und Hülsenfrüchten mit erheblichen gesundheitlichen Vorteilen verbunden ist. Dazu gehört ein reduziertes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und bestimmte Krebserkrankungen.

Empfehlungen

Die WHO-Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen zur Kohlenhydratzufuhr für alle Personen ab 2 Jahren:

Bevorzugte Kohlenhydratquellen

Laut Leitlinie wird empfohlen, dass die Kohlenhydratzufuhr primär aus Vollkornprodukten, Gemüse, Obst und Hülsenfrüchten stammen sollte (starke Empfehlung). Die Leitlinie rät von stark verarbeiteten Produkten ab und bevorzugt intakte, minimal verarbeitete Lebensmittel.

Zielwerte nach Altersgruppen

Für die tägliche Aufnahme von Gemüse, Obst und natürlich vorkommenden Ballaststoffen formuliert die Leitlinie spezifische Zielwerte. Die Empfehlungen für Erwachsene sind stark, die für Kinder aufgrund extrapolierter Daten bedingt.

AltersgruppeGemüse und ObstNatürlich vorkommende Ballaststoffe
2–5 Jahremind. 250 g/Tagmind. 15 g/Tag
6–9 Jahremind. 350 g/Tagmind. 21 g/Tag
Ab 10 Jahren & Erwachsenemind. 400 g/Tagmind. 25 g/Tag

Qualitätskriterien und Einschränkungen

Die Leitlinie verzichtet auf Empfehlungen zum glykämischen Index oder zur glykämischen Last, da die Evidenz für diese Parameter als unzureichend bewertet wird. Stattdessen wird die Fokussierung auf die genannten Lebensmittelgruppen als effektivste Methode zur Sicherstellung der Kohlenhydratqualität angesehen.

Es wird betont, dass die Ballaststoffe aus natürlichen Nahrungsquellen stammen sollten. Die Evidenz für isolierte oder synthetische Ballaststoffpräparate reicht laut Leitlinie nicht aus, um gesundheitliche Vorteile für NCDs zu belegen.

Kontraindikationen

Warnhinweise zu Antinährstoffen

Die Leitlinie weist darauf hin, dass pflanzliche Lebensmittel Verbindungen enthalten können, die die Nährstoffaufnahme hemmen (z.B. Phytate, Oxalate). Bei einer ausgewogenen Ernährung stellt dies laut Leitlinie jedoch kein signifikantes Risiko dar.

Lediglich bei mangelernährten Personen oder stark einseitiger Ernährung wird empfohlen, Zubereitungsmethoden wie Einweichen, Erhitzen oder Fermentieren anzuwenden, um diese hemmenden Effekte zu reduzieren.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Praxis-Hinweis der Leitlinie ist, dass der Fokus auf natürlich vorkommenden Ballaststoffen aus Lebensmitteln liegen sollte und nicht auf isolierten Ballaststoffpräparaten. Zudem wird betont, dass der glykämische Index oder die glykämische Last weniger aussagekräftig für die gesundheitliche Bewertung sind als die tatsächliche Lebensmittelquelle. Es wird daher empfohlen, primär zum Konsum von intakten Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Gemüse und Obst zu raten.

Häufig gestellte Fragen

Die aktuelle WHO-Leitlinie gibt keinen spezifischen Prozentwert für Kohlenhydrate vor, da sich dieser aus dem verbleibenden Energiebedarf nach Abzug von Fett und Protein ergibt. Laut Leitlinie ist jedoch eine Zufuhr von 40 bis 70 Prozent der Gesamtenergie mit einer gesunden Ernährung vereinbar.

Die Leitlinie bezieht sich explizit auf natürlich vorkommende Ballaststoffe aus Lebensmitteln. Es wird darauf hingewiesen, dass die Evidenz für gesundheitliche Vorteile durch extrahierte oder synthetische Ballaststoffpräparate derzeit nicht ausreicht.

Laut Leitlinie zeigten Beobachtungsstudien keinen konsistenten Nutzen von Diäten mit niedrigem glykämischen Index oder niedriger glykämischer Last. Die Expertengruppe kam zu dem Schluss, dass die Empfehlung konkreter Lebensmittelgruppen die effektivste Methode ist, um die Kohlenhydratqualität zu sichern.

Die Leitlinie schließt frisches, gekochtes, tiefgekühltes und in Dosen konserviertes Gemüse und Obst in die Empfehlungen ein. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass bei Konserven auf zugesetzten Zucker oder Salz geachtet werden sollte, um andere WHO-Richtlinien nicht zu verletzen.

Für die meisten Menschen stellen Antinährstoffe wie Phytate oder Oxalate im Rahmen einer abwechslungsreichen Ernährung laut Leitlinie kein Risiko dar. Nur bei bestehenden Nährstoffmängeln wird empfohlen, Zubereitungsmethoden wie Einweichen oder Fermentieren zu nutzen, um die Nährstoffaufnahme zu verbessern.

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Quelle: Carbohydrate intake for adults and children: WHO guideline (WHO, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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