Kardiovaskuläre Intensivmedizin (K-IN): Anforderungen
Hintergrund
Das Curriculum der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) beschreibt den Qualifizierungsprozess für die Zusatzqualifikation Kardiovaskuläre Intensiv- und Notfallmedizin. Diese Spezialisierung trägt der zunehmenden Komplexität bei der Versorgung kritisch kranker Herz-Kreislauf-Patienten Rechnung.
Durch den medizinischen Fortschritt werden interventionelle Verfahren zunehmend bei multimorbiden und älteren Patienten angewendet. Dies erfordert eine hochspezialisierte Expertise auf Intensivstationen, in Notaufnahmen und Chest Pain Units (CPU).
Ziel der Fachgesellschaft ist es, durch dieses strukturierte Curriculum eine Mindestqualität in der Weiterbildung zu sichern. Dadurch soll die Versorgungsqualität von kardiovaskulären Notfall- und Intensivpatienten nachhaltig verbessert werden.
💡Praxis-Tipp
Das Curriculum weist auf eine befristete Übergangsregelung hin, die für zwei Jahre ab Publikation gilt. Erfahrene Fachärzte, die in den letzten fünf Jahren überwiegend in der kardiovaskulären Intensivmedizin tätig waren und die geforderten Mindestzahlen erfüllen, können die Anerkennung auf Antrag ohne erneute formale Qualifizierung erhalten. Es wird betont, dass die korrekte und kontinuierliche Führung des Logbuchs für alle regulären Kandidaten zwingend erforderlich ist.
Häufig gestellte Fragen
Laut DGK-Curriculum umfasst die Qualifizierung insgesamt 24 Monate. Davon können jedoch 18 Monate aus der Zusatzweiterbildung Internistische Intensivmedizin angerechnet werden.
Die Fachgesellschaft setzt einen abgeschlossenen Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie voraus. Zudem muss die Zusatzweiterbildung Internistische Intensivmedizin erfolgreich absolviert worden sein.
Das Curriculum fordert den Nachweis von insgesamt mindestens 50 CME-Punkten aus spezifischen Fortbildungen. Dabei müssen mindestens 25 CME-Punkte pro Qualifizierungsjahr erbracht werden.
Die Einrichtung muss unter anderem über mindestens 10 Intensiv-/IMC-Betten und 6 Beatmungsbetten verfügen. Zudem wird ein 24-Stunden-Dienst für interventionelle Kardiologie sowie die Präsenz von zwei qualifizierten Supervisoren gefordert.
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Quelle: Curriculum Kardiovaskuläre Intensiv- und Notfallmedizin (K-IN) Arbeitsgruppe und Task Force Kardiovaskuläre Intensiv- und Notfallmedizin der Deutschen (DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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