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Kardiogener Schock (IKS): Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Sterblichkeit beim Infarkt-bedingten kardiogenen Schock (IKS) liegt bei etwa 40 Prozent und ist damit deutlich höher als beim unkomplizierten Herzinfarkt. Die ungünstige Prognose wird maßgeblich durch die drastisch eingeschränkte Perfusion vitaler Organe und die Entwicklung eines Multiorgan-Dysfunktions-Syndroms bestimmt.

Die deutsch-österreichische S3-Leitlinie der DGK (Update 2020) liefert evidenzbasierte Empfehlungen für die Prähospitalphase, das Herzkatheterlabor und die Intensivstation. Ein zentrales Ziel ist die rasche Diagnosestellung und die unverzügliche Einleitung von Therapiemaßnahmen.

Zu den wesentlichen Neuerungen der Leitlinie gehören der Verzicht auf die intraaortale Ballonpumpe (IABP) bei Pumpversagen und die Empfehlung, bei Mehrgefäßerkrankungen primär nur die Infarktarterie zu revaskularisieren.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fallstrick in der Praxis ist die Annahme, dass ein kardiogener Schock zwingend mit einer Hypotonie einhergehen muss. Die Leitlinie betont, dass eine initiale Hypotonie bei jedem vierten IKS-Patienten fehlt und die Diagnose stattdessen auf klinischen Zeichen der Endorgan-Hypoperfusion (wie Laktaterhöhung oder Oligurie) basieren sollte. Zudem wird davor gewarnt, auf Troponin-Ergebnisse zu warten, da dies die lebensrettenden Diagnose- und Therapieprozesse verzögert.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie sollte Noradrenalin als Vasopressor eingesetzt werden. Dopamin wird aufgrund schlechterer klinischer Ergebnisse ausdrücklich nicht empfohlen.

Es wird empfohlen, im Rahmen der Akutrevaskularisation ausschließlich die Infarkt-verursachende Läsion ("culprit lesion") zu behandeln. Dies basiert auf Daten, die einen Überlebensvorteil gegenüber einer sofortigen kompletten Revaskularisation zeigen.

Die Leitlinie rät vom routinemäßigen Einsatz der IABP bei Patienten ab, die mittels pPCI behandelt werden. Lediglich bei mechanischen Infarktkomplikationen wie einem Ventrikelseptumdefekt kann sie zur hämodynamischen Stabilisierung erwogen werden.

Es wird der invasiven Beatmung der Vorzug vor der nicht-invasiven Beatmung gegeben. Dabei wird eine lungenprotektive Beatmung mit einem Ziel-SaO2 von 94 bis 98 Prozent angestrebt.

Zur medikamentösen Frequenzkontrolle wird die intravenöse Gabe von Amiodaron empfohlen. Auf Betablocker, Kalziumantagonisten und Klasse-IC-Antiarrhythmika sollte laut Leitlinie verzichtet werden.

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Quelle: Pocket-Leitlinie: Deutsch-Österreichische S3-Leitlinie Infarkt-bedingter kardiogener Schock – Diagnose, Monitoring und Therapie (Version 2020) (DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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