StatPearls2026

Kapillarfüllungszeit (CRT): Messung bei Schockzuständen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Kapillarfüllungszeit (CRT) ist laut StatPearls-Artikel ein nützlicher und schneller Parameter zur Bestimmung des intravasalen Volumenstatus. Sie wird insbesondere bei kritisch kranken Personen eingesetzt, deren Zustand auf einer Hypovolämie beruht.

Zu den pathologischen Zuständen, bei denen die CRT relevant ist, zählen unter anderem Schock, Hämorrhagie, Verbrennungen, gastrointestinale Flüssigkeitsverluste und Anaphylaxie. Die gewonnenen Informationen dienen dazu, Strategien zur Flüssigkeitstherapie zu steuern und den Therapieerfolg zu bewerten.

Neben der CRT können auch andere klinische und objektive Parameter zur Beurteilung des Volumenstatus herangezogen werden. Dazu gehören abweichende Vitalparameter, trockene Schleimhäute, Laborveränderungen wie ein Laktatanstieg sowie sonografische Befunde.

Empfehlungen

Der StatPearls-Artikel beschreibt folgende Kernaspekte zur Anwendung der Kapillarfüllungszeit:

Durchführung der Messung

Die standardisierte Messung erfolgt durch manuellen Druck auf die ventrale Seite der distalen Phalanx von Fingern oder Zehen, bis das Nagelbett abblasst. Dieser Druck wird für zehn Sekunden aufrechterhalten und dann gelöst.

Die Zeit in Sekunden, bis die normale Farbe zurückkehrt, entspricht der CRT. Der Text nennt folgende Richtwerte:

  • Als obere Grenze für eine normale Reperfusionszeit gelten weniger als 3 Sekunden.

  • Bei kritisch kranken Personen kann die Messung alle 30 Minuten wiederholt werden.

Klinische Anwendung bei Sepsis

Basierend auf der ANDROMEDA-SHOCK-Studie wird beschrieben, dass die CRT-gesteuerte Flüssigkeitstherapie bei septischem Schock ebenso effektiv ist wie die Steuerung über den Serumlaktatwert. Es zeigte sich in der CRT-Gruppe eine signifikante Verbesserung der Organdysfunktion nach 72 Stunden.

Zudem wird hervorgehoben, dass Laktatwerte durch Begleiterkrankungen wie Leberdysfunktion oder Medikamente verfälscht werden können. Eine verlängerte CRT korreliert laut Text stark mit einer Verschlechterung der Organdysfunktion.

Beurteilung des hämorrhagischen Schocks

Die CRT ist ein wichtiger Bestandteil der Untersuchung bei Blutungen und hilft bei der Differenzierung der Schockstadien. Wenn genaue Blutdruckmessungen nicht möglich sind, kann die CRT zusammen mit dem Herz- und Bewusstseinsstatus zur Abschätzung des Blutverlusts genutzt werden.

SchockklasseBlutverlustKlinische ZeichenKapillarfüllungszeit (CRT)
Klasse II15-30 %Tachykardie, normotensivKann verlängert sein
Klasse III31-40 %HypotensionDefinitiv verlängert
Klasse IV> 40 %Hypotension, Tachykardie, veränderter BewusstseinszustDefinitiv verlängert

Kontraindikationen

Der Text weist auf verschiedene Störfaktoren hin, welche die Validität der CRT-Ergebnisse beeinträchtigen können:

  • Umgebungstemperatur: In kühlen Räumen ist die CRT signifikant verlängert.

  • Lichtverhältnisse: Bei Tageslicht wird die CRT deutlich häufiger als normal eingestuft als in abgedunkelten Räumen.

  • Patientenalter: Die CRT nimmt pro Lebensjahrzehnt um etwa 3,3 % zu.

  • Weitere Faktoren: Hautpigmentierung, Nagellack, künstliche Nägel sowie das Geschlecht (Männer haben tendenziell eine niedrigere Ausgangs-CRT).

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Text betont, dass die Kapillarfüllungszeit bei der Steuerung der Flüssigkeitstherapie im septischen Schock eine gleichwertige, schnellere und kostengünstigere Alternative zur Laktatmessung darstellt. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Ergebnisse stark von der Umgebungstemperatur und den Lichtverhältnissen abhängen, weshalb diese Umstände bei der Interpretation stets berücksichtigt werden sollten.

Häufig gestellte Fragen

Laut StatPearls wird manueller Druck auf die Finger- oder Zehenkuppe ausgeübt, bis das Nagelbett abblasst. Der Druck wird für zehn Sekunden gehalten, anschließend wird die Zeit bis zur vollständigen Reperfusion gemessen.

Der Text definiert die obere Grenze für eine normale Kapillarfüllungszeit mit weniger als 3 Sekunden. Werte ab 3 Sekunden gelten als verlängert und deuten auf eine verminderte periphere Perfusion hin.

Es wird beschrieben, dass eine CRT-gesteuerte Flüssigkeitstherapie bei septischem Schock ebenso effektiv ist wie eine laktatgesteuerte Therapie. Die CRT zeigte in Studien sogar Vorteile bezüglich der Reduktion von Organdysfunktionen nach 72 Stunden.

Die Messung wird stark durch externe Faktoren wie eine kühle Umgebungstemperatur oder schlechte Lichtverhältnisse beeinflusst. Zudem verlängert sich die CRT mit zunehmendem Alter und kann durch Nagellack oder Hautpigmentierung schwerer zu beurteilen sein.

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Quelle: StatPearls: Capillary Refill Time (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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