Hepatitis-C-Screening: Evidenzlage und Risikogruppen
Hintergrund
Hepatitis C ist eine virale Leberentzündung, die häufig über Jahre asymptomatisch verläuft. Unbehandelt kann eine chronische Infektion zu schweren Spätfolgen wie einer Leberzirrhose oder einem hepatozellulären Karzinom führen.
Durch moderne direkt antiviral wirksame Medikamente (DAA) lassen sich heutzutage hohe Heilungsraten erzielen. Ein Screening könnte die Infektion frühzeitig aufdecken und so Leberschäden sowie die weitere Transmission des Virus verhindern.
Der vorliegende IQWiG-Bericht S16-04 untersucht die Evidenz für den Nutzen und Schaden eines systematischen Screenings auf Hepatitis C bei asymptomatischen Erwachsenen im Vergleich zu keinem Screening.
💡Praxis-Tipp
Laut Auswertung reicht die aktuelle Studienlage nicht aus, um ein allgemeines HCV-Screening für asymptomatische Erwachsene zu rechtfertigen, weshalb der Fokus auf der Testung von Hochrisikogruppen wie intravenös Drogenkonsumierenden liegen sollte.
Häufig gestellte Fragen
Die Evidenzlage reicht derzeit nicht aus, um den Nutzen eines allgemeinen Screenings bei asymptomatischen Personen zu belegen. Vorliegende Studien weisen zu kurze Beobachtungszeiträume auf, um langfristige Vorteile einer frühen Therapie nachzuweisen.
Internationale Leitlinien empfehlen die Testung von Personen mit erhöhtem Infektionsrisiko. Dazu zählen insbesondere Menschen mit injizierendem Drogengebrauch.
Zu den potenziellen Nachteilen gehören psychische Belastungen durch falsch-positive Ergebnisse oder Wartezeiten. Zudem besteht das Risiko von Überdiagnosen bei Infektionen, die nie symptomatisch geworden wären.
Die Diagnostik beginnt in der Regel mit einem Antikörpertest. Bei einem positiven Befund erfolgt anschließend der direkte Nachweis der HCV-RNA, um eine aktive Infektion zu bestätigen.
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Quelle: IQWiG S16-04: Screening auf Hepatitis C (IQWiG, 2018). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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