IQWiG2019

Idiopathische Skoliose: IQWiG-Bericht zur Nachsorge

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf den Kernaussagen des HTA-Berichts des IQWiG.

Die Skoliose ist eine seitliche Abweichung der Wirbelsäule von der Längsachse, die mit verdrehten und verformten Wirbeln einhergeht. Idiopathische Skoliosen treten laut IQWiG-Bericht insbesondere während der Jugend in starken Wachstumsphasen auf.

Standardmäßig wird empfohlen, den Verlauf der Erkrankung alle 3 bis 6 Monate mit einer Röntgenuntersuchung zu kontrollieren. Dies geht jedoch mit einer wiederholten Strahlenbelastung für die jungen Betroffenen einher.

Als strahlungsfreie Alternative steht die Videorasterstereographie zur Verfügung. Hierbei handelt es sich um ein computergestütztes lichtoptisches Verfahren zur dreidimensionalen Darstellung der Wirbelsäule.

Empfehlungen

Der IQWiG-Bericht (HT17-04) untersucht den Nutzen alternativer Bildgebungsverfahren in der Skoliose-Nachsorge.

Bewertung der Videorasterstereographie

Die abschließende Bewertung des Instituts zur Fragestellung, ob das lichtoptische Verfahren radiologische Kontrollen ersetzen kann, kommt zu folgendem Ergebnis:

  • Es kann nicht abschließend bewertet werden, ob die strahlungsfreie Videorasterstereographie das Röntgen in der Verlaufskontrolle ersetzen kann.

  • Die aktuelle Studienlage reicht für eine positive Empfehlung als vollständigen Ersatz nicht aus.

  • Es werden weitere Studien gefordert, um den Nutzen der Methode eindeutig zu belegen.

Vergleich der Diagnoseverfahren

Der Bericht stellt die beiden Verfahren hinsichtlich ihrer Eigenschaften gegenüber:

VerfahrenFunktionsweiseStrahlenbelastungStatus laut Bericht
RöntgenRadiologische BildgebungJaStandard (alle 3-6 Monate)
VideorasterstereographieLichtoptisch, 3D-DarstellungNeinErsatzfunktion unklar
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💡Praxis-Tipp

Obwohl die Videorasterstereographie eine strahlungsfreie Alternative darstellt, weist der IQWiG-Bericht auf eine unzureichende Datenlage hin. Es wird betont, dass ein vollständiger Verzicht auf Röntgenaufnahmen in der Skoliose-Nachsorge allein auf Basis dieses Verfahrens aktuell nicht evidenzbasiert ist. Die radiologische Kontrolle bleibt vorerst der Standard in der Verlaufskontrolle.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht sollte die Verlaufskontrolle bei idiopathischer Skoliose während der Wachstumsphasen alle 3 bis 6 Monate erfolgen. Standardmäßig wird hierfür eine Röntgenuntersuchung herangezogen.

Die Videorasterstereographie ist ein computergestütztes, lichtoptisches Verfahren. Es ermöglicht eine dreidimensionale Darstellung der Wirbelsäule, ohne dass Röntgenstrahlen eingesetzt werden müssen.

Der aktuelle HTA-Bericht kommt zu dem Schluss, dass dies auf Basis der vorliegenden Studien nicht abschließend bewertet werden kann. Es sind weitere wissenschaftliche Untersuchungen notwendig, um einen vollständigen Ersatz zu rechtfertigen.

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Quelle: IQWiG HT17-04: Idiopathische Skoliose: Kann eine Videorasterstereographie eine radiologische Untersuchung in der Nachsorge ersetzen? (IQWiG, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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