IQWiG2025

Eliglustat bei Morbus Gaucher Typ 1: IQWiG

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2025)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht G25-01 aus dem Jahr 2025 bewertet das Orphan Drug Eliglustat. Es geht um die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Morbus Gaucher Typ 1 (GD1).

Die Bewertung erfolgt im Rahmen der frühen Nutzenbewertung nach § 35a SGB V. Da es sich um ein Medikament für seltene Leiden handelt, gilt der medizinische Zusatznutzen bereits durch die Zulassung als belegt.

Der Bericht fokussiert sich ausschließlich auf die Ermittlung der Patientenzahlen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sowie die zu erwartenden Therapiekosten. Das Ausmaß des Zusatznutzens wird separat durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) bewertet.

Empfehlungen

Der Bericht fasst die Rahmenbedingungen für die Verordnung wie folgt zusammen:

Zielpopulation

Laut Bericht ist Eliglustat für folgende Patientengruppe zugelassen:

  • Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 15 kg

  • Vorab durch eine Enzymersatztherapie (ERT) stabilisiert

  • Bezüglich Cytochrom-P450 Typ 2D6 (CYP2D6) langsame (PM), intermediäre (IM) oder schnelle (EM) Metabolisierer

Patientenzahlen in der GKV

Der pharmazeutische Unternehmer schätzt die Zielpopulation auf 8 bis 29 Patientinnen und Patienten in der GKV.

Das IQWiG stuft diese Angabe jedoch als unsicher ein. Als Gründe werden eine unklare Datengrundlage und Unsicherheiten bei der Übertragbarkeit von internationalen Daten auf deutsche Verhältnisse genannt.

Zudem ist laut Bericht unklar, wie viele Kinder trotz ERT noch nicht stabilisiert sind und somit nicht in die Zielpopulation fallen.

Therapiekosten

Die Jahrestherapiekosten für das Medikament belaufen sich auf 165.573,13 Euro bis 331.146,25 Euro pro Person.

Diese Kostenangaben beziehen sich auf die Patientengruppen, die mit der 84-mg-Hartkapsel behandelt werden.

Für die 21-mg-Hartkapsel konnten keine Kosten ermittelt werden, da diese zum Bewertungszeitpunkt nicht in der Lauer-Taxe gelistet war.

Dosierung

Der Bericht zitiert folgende Dosierungsschemata aus der Fachinformation, die sich nach dem Körpergewicht und dem CYP2D6-Metabolisierungsstatus richten:

CYP2D6-StatusKörpergewichtTagesdosisKapseln pro Tag
Langsamer Metabolisierer (PM)15 bis < 25 kg21 mg (1-mal)1 Kapsel à 21 mg
Intermediärer/Schneller Metabolisierer (IM/EM)15 bis < 25 kg42 mg (2-mal)4 Kapseln à 21 mg
Langsamer Metabolisierer (PM)25 bis < 50 kg42 mg (1-mal)2 Kapseln à 21 mg
Intermediärer/Schneller Metabolisierer (IM/EM)25 bis < 50 kg84 mg (2-mal)2 Kapseln à 84 mg
Langsamer Metabolisierer (PM)≥ 50 kg84 mg (1-mal)1 Kapsel à 84 mg
Intermediärer/Schneller Metabolisierer (IM/EM)≥ 50 kg84 mg (2-mal)2 Kapseln à 84 mg

Kontraindikationen

Der Bericht erwähnt, dass Kontraindikationen bestehen, die eine Therapie mit Eliglustat für eine geringe Anzahl von Betroffenen ungeeignet machen. Zudem wird auf Fälle aus der ELIKIDS-Studie hingewiesen, bei denen sich der Krankheitsstatus unter Eliglustat verschlechterte und eine Rescue-Therapie mit einer Enzymersatztherapie (ERT) erforderlich wurde.

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💡Praxis-Tipp

Laut Bericht ist die Dosierung von Eliglustat strikt vom Körpergewicht und dem individuellen CYP2D6-Metabolisierungsstatus abhängig. Es wird darauf hingewiesen, dass bei einer klinischen Verschlechterung unter der oralen Therapie eine Rescue-Therapie mit einer intravenösen Enzymersatztherapie in Betracht gezogen werden kann.

Häufig gestellte Fragen

Laut Bericht ist das Medikament für Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren mit Morbus Gaucher Typ 1 zugelassen. Voraussetzung ist ein Körpergewicht von mindestens 15 kg und eine vorherige Stabilisierung durch eine Enzymersatztherapie.

Der CYP2D6-Metabolisierungsstatus ist laut Bericht entscheidend für die Indikationsstellung und die Dosierung. Die Therapie ist nur für langsame, intermediäre oder schnelle Metabolisierer zugelassen.

Die Jahrestherapiekosten belaufen sich laut IQWiG auf 165.573 bis 331.146 Euro pro Person. Dies betrifft die Patientengruppen, die mit der 84-mg-Kapsel behandelt werden.

Der Bericht schätzt die Zielpopulation in der gesetzlichen Krankenversicherung auf 8 bis 29 Patientinnen und Patienten. Diese Schätzung wird vom IQWiG jedoch aufgrund einer unklaren Datengrundlage als unsicher eingestuft.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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