Intervallfasten: Evidenz zur Herz-Kreislauf-Prävention
Hintergrund
Herz-Kreislauf-Erkrankungen (CVD) sind weltweit die häufigste Todesursache. Lebensstilanpassungen, einschließlich Ernährung und Gewichtsreduktion, spielen eine zentrale Rolle in der Prävention.
Intervallfasten (IF) ist eine populäre Ernährungsform, bei der die Nahrungsaufnahme auf bestimmte Zeiten beschränkt wird. Zu den Formen gehören das alternierende Fasten, periodisches Fasten und die zeitlich restringierte Nahrungsaufnahme.
Der vorliegende Cochrane Review aus dem Jahr 2021 untersucht die Wirksamkeit von Intervallfasten zur primären und sekundären Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dabei wird Intervallfasten mit einer normalen Ernährung (ad libitum) sowie mit einer kontinuierlichen Kalorienrestriktion (CER) verglichen.
Empfehlungen
Der Cochrane Review formuliert aufgrund der unzureichenden Datenlage keine direkten klinischen Empfehlungen für den Einsatz von Intervallfasten zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Klinische Endpunkte
Laut den Autoren gibt es derzeit keine Evidenz zu den Auswirkungen von Intervallfasten auf harte klinische Endpunkte. In den eingeschlossenen Studien fehlten Daten zu:
-
Gesamtmortalität
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Kardiovaskulärer Mortalität
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Schlaganfällen
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Myokardinfarkten
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Herzinsuffizienz
Gewichtsreduktion und Stoffwechsel
Die Meta-Analysen zeigen, dass Intervallfasten im Vergleich zu einer normalen Ernährung (ad libitum) kurzfristig zu einem höheren Gewichtsverlust führen kann (niedrige Evidenzqualität).
Im Vergleich zu einer kontinuierlichen Kalorienrestriktion (CER) zeigt Intervallfasten jedoch keine Überlegenheit. Die beobachteten Veränderungen bei Körpergewicht und Blutzucker werden von den Autoren als klinisch nicht signifikant eingestuft, da sie unter der Schwelle von 5 % liegen.
| Vergleich | Effekt auf Körpergewicht | Effekt auf Blutzucker | Evidenzqualität |
|---|---|---|---|
| IF vs. Ad libitum (kurzfristig) | Geringe Reduktion (MD -2,88 kg) | Unklarer Effekt | Niedrig bis sehr niedrig |
| IF vs. Kalorienrestriktion (kurzfristig) | Kein signifikanter Unterschied | Kein signifikanter Unterschied | Sehr niedrig |
| IF vs. Kalorienrestriktion (mittelfristig) | Kein signifikanter Unterschied | Kein signifikanter Unterschied | Niedrig |
Sicherheit und Nebenwirkungen
Es wird betont, dass es derzeit an ausreichenden Sicherheitsdaten zum Intervallfasten mangelt. In den wenigen Studien, die Nebenwirkungen erfassten, wurde über leichte Kopfschmerzen berichtet.
Die Autoren fordern weitere Forschung, um Nutzen und Risiken für spezifische Gruppen zu klären. Dies betrifft insbesondere Personen mit Diabetes mellitus oder Essstörungen.
💡Praxis-Tipp
Der Cochrane Review verdeutlicht, dass Intervallfasten einer klassischen, kontinuierlichen Kalorienreduktion hinsichtlich des Gewichtsverlusts nicht überlegen ist. Es wird hervorgehoben, dass die kurzfristigen Effekte auf kardiometabolische Risikofaktoren klinisch kaum ins Gewicht fallen. Bei der Beratung zu Diätformen sollte berücksichtigt werden, dass harte Endpunkte wie die Mortalität durch Intervallfasten bisher nicht belegt positiv beeinflusst werden.
Häufig gestellte Fragen
Laut dem Cochrane Review gibt es derzeit keine Daten, die belegen, dass Intervallfasten das Risiko für Myokardinfarkte, Schlaganfälle oder die kardiovaskuläre Mortalität senkt. Entsprechende Langzeitstudien fehlen bisher.
Die Meta-Analyse zeigt, dass Intervallfasten beim Gewichtsverlust ähnlich effektiv ist wie eine kontinuierliche Kalorienrestriktion. Es konnte keine Überlegenheit für das Intervallfasten nachgewiesen werden.
Die Datenlage zur Sicherheit ist laut Review stark begrenzt. In den vorliegenden Studien berichteten einige Teilnehmer über leichte Kopfschmerzen als unerwünschte Wirkung.
Der Review weist darauf hin, dass es an validen Risiko-Nutzen-Analysen für spezifische Gruppen wie Diabetiker mangelt. Es wird weitere Forschung gefordert, bevor klare Aussagen für diese Personengruppe getroffen werden können.
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Quelle: Cochrane Review: Intermittent fasting for the prevention of cardiovascular disease (Cochrane, 2021). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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