Immunvermittelte Neuropathien: Therapie (GBS/CIDP/MMN)

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-Leitlinie behandelt die Therapie akuter und chronischer immunvermittelter Neuropathien und Neuritiden. Die Gruppe dieser Erkrankungen ist heterogen, weshalb die Behandlung spezifisch auf die jeweilige Diagnose abgestimmt werden muss.

Zu den behandelten Krankheitsbildern gehören unter anderem das Guillain-Barré-Syndrom (GBS), die chronisch inflammatorische demyelinisierende Polyradikuloneuropathie (CIDP) sowie die multifokale motorische Neuropathie (MMN).

Die Leitlinie fokussiert sich auf den Einsatz von Immuntherapeutika wie intravenösen Immunglobulinen (IVIG), Plasmapherese, Glukokortikosteroiden und weiteren Immunsuppressiva. Zudem wird die Notwendigkeit einer intensivmedizinischen Überwachung bei akuten Verläufen betont.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt ausdrücklich davor, Glukokortikosteroide beim Guillain-Barré-Syndrom (GBS) einzusetzen. Es wird betont, dass diese nicht nur unwirksam sind, sondern sogar hinderlich für die Erholung der Betroffenen sein können. Ebenso wird darauf hingewiesen, dass Glukokortikosteroide bei der multifokalen motorischen Neuropathie (MMN) nicht wirken und Paresen verschlimmern können.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie sind intravenöse Immunglobuline (IVIG) und Plasmapherese gleichwertig und besser als Placebo. Eines der beiden Verfahren soll bei mäßig schwerem bis schwerem Verlauf angewendet werden.

Die Leitlinie stellt klar, dass Glukokortikosteroide bei MMN nicht wirken. Es wird davor gewarnt, dass sie die Paresen sogar verschlimmern können.

Als Erstlinientherapie werden IVIG, Kortikosteroide oder Plasmapherese empfohlen. Die Wahl der Therapie richtet sich nach Verfügbarkeit, Begleiterkrankungen und zu erwartenden Nebenwirkungen.

Bei Patienten mit GBS wird aufgrund der Gefahr einer respiratorischen Insuffizienz und kardialer Arrhythmien eine engmaschige Überwachung empfohlen. Bei rasch progredienten Paresen oder bulbärer Schwäche sollte eine intensivmedizinische Betreuung erfolgen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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