HNO-Infektionen: Antibiotikatherapie und Dosierung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die S2k-Leitlinie der AWMF (2025) behandelt den rationalen Einsatz der Antibiotikatherapie bei HNO-Infektionen. Ziel ist es, die Therapiesicherheit zu erhöhen, unnötige Verordnungen zu vermeiden und der Resistenzentwicklung vorzubeugen.

Ein zentraler Aspekt der Aktualisierung ist die stärkere Gewichtung der schmalspektrigen Erstlinientherapie. Breitspektrum-Antibiotika bergen laut Leitlinie ein erhöhtes Risiko für gastrointestinale Nebenwirkungen und eine nachfolgende Sepsisentwicklung.

Leichte, akute bakterielle HNO-Infektionen bei immunkompetenten Personen erfordern in der Regel keine antibiotische Behandlung. Die Indikation sollte stets kritisch unter Abwägung von Nutzen und Risiken gestellt werden.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Eine vom Patienten angegebene Penicillinallergie sollte laut Leitlinie stets kritisch hinterfragt werden, da sie in der Realität sehr viel seltener vorliegt als vermutet. Eine fälschlicherweise angenommene Allergie führt oft zum Einsatz von schlechter wirksamen oder nebenwirkungsreicheren Breitbandantibiotika. Zudem wird betont, dass Clindamycin aufgrund hoher Resistenzraten nicht mehr für die kalkulierte Monotherapie der ersten Wahl eingesetzt werden sollte.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt Amoxicillin als Antibiotikum der ersten Wahl bei der unkomplizierten akuten Otitis media. Es zeichnet sich durch ein niedriges Risiko für Therapieversagen und einen geringen Selektionsdruck aus.

Laut Leitlinie sollten Fluorchinolone nur bei fehlenden Therapiealternativen oder bei spezifischen Pseudomonas-Infektionen eingesetzt werden. Bei leichten Infektionen der oberen Atemwege ist ihr Einsatz kontraindiziert.

Es wird empfohlen, bei entsprechender Indikation Penicillin V über 5 bis 7 Tage einzusetzen. Makrolide gelten aufgrund von Resistenzen nur als Mittel der zweiten Wahl.

Die Leitlinie empfiehlt bei Staphylokokken-Infektionen wie dem Nasenfurunkel primär Cephalosporine der Gruppe 1, wie Cefalexin oder Cefadroxil. Bei leichten Formen kann eine lokale antiseptische Therapie ausreichen.

Für die akute Rhinosinusitis und Otitis media wird pragmatisch eine Therapiedauer von 5 bis 7 Tagen empfohlen. Bei gutem klinischem Ansprechen kann die Therapie laut Leitlinie oft nach 5 Tagen beendet werden.

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Quelle: Antibiotikatherapie bei HNO-Infektionen (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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