G-BA2016

Ramucirumab (Cyramza) bei Magenkarzinom: G-BA

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KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: G-BA (2016)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf den administrativen Daten und dem Anwendungsgebiet des G-BA-Beschlusses aus dem Jahr 2016. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) führte ein Nutzenbewertungsverfahren für den Wirkstoff Ramucirumab (Cyramza®) durch.

Anlass für diese Bewertung war die Aufhebung des Orphan-Drug-Status für das Medikament. Ramucirumab wird in der Onkologie zur Behandlung von fortgeschrittenen Tumoren des Gastrointestinaltrakts eingesetzt.

Das fortgeschrittene Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs stellt eine schwerwiegende Erkrankung dar. Nach dem Versagen einer primären Chemotherapie werden zielgerichtete Therapien benötigt, um das Tumorwachstum weiter zu hemmen.

Empfehlungen

Der G-BA-Beschluss definiert die zugelassenen Anwendungsgebiete für Ramucirumab (Cyramza®) in der Zweitlinientherapie.

Kombinationstherapie

Laut Dokument wird Ramucirumab primär als Kombinationstherapie eingesetzt. Es ist indiziert zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit einem fortgeschrittenen Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs.

Voraussetzung für diese Therapie ist ein Tumorprogress nach einer vorausgegangenen Platin- und Fluoropyrimidin-haltigen Chemotherapie. In diesem Fall wird die Kombination von Ramucirumab mit Paclitaxel angewendet.

Monotherapie

Gemäß den Unterlagen ist Ramucirumab auch als Monotherapie zugelassen. Die Indikation umfasst dieselbe Patientengruppe mit Tumorprogress nach Platin- oder Fluoropyrimidin-haltiger Vortherapie.

Die Monotherapie ist jedoch auf eine spezifische klinische Situation beschränkt. Sie wird angewendet, wenn die betroffenen Personen für eine Kombinationstherapie mit Paclitaxel nicht geeignet sind.

Dosierung

TherapieformKombinationspartnerIndikationVoraussetzung
KombinationstherapiePaclitaxelFortgeschrittenes Adenokarzinom (Magen/gastroösophagealer Übergang)Tumorprogress nach Platin- und Fluoropyrimidin-Chemotherapie
MonotherapieKeineFortgeschrittenes Adenokarzinom (Magen/gastroösophagealer Übergang)Tumorprogress nach Platin- oder Fluoropyrimidin-Chemotherapie UND ungeeignet für Paclitaxel

Kontraindikationen

Laut den Dokumenten zur Fachinformation stellt eine fehlende Eignung für die Kombinationstherapie mit Paclitaxel eine Einschränkung für das Kombinationsschema dar. In diesem Fall ist auf die Monotherapie mit Ramucirumab auszuweichen.

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💡Praxis-Tipp

Bei der Therapieplanung nach einem Tumorprogress unter platinhaltiger Chemotherapie wird primär die Kombination von Ramucirumab mit Paclitaxel fokussiert. Es wird empfohlen, die klinische Eignung für Paclitaxel sorgfältig zu prüfen, da bei einer Unverträglichkeit regulär auf die Ramucirumab-Monotherapie zurückgegriffen wird.

Häufig gestellte Fragen

Laut G-BA wird Ramucirumab beim fortgeschrittenen Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs eingesetzt. Voraussetzung ist ein Tumorprogress nach einer vorherigen Chemotherapie.

Gemäß den Dokumenten muss zuvor eine Platin- und Fluoropyrimidin-haltige Chemotherapie stattgefunden haben. Erst nach einem Tumorprogress unter dieser Behandlung ist Ramucirumab indiziert.

Das Dokument gibt an, dass die Monotherapie zum Einsatz kommt, wenn eine Kombinationstherapie mit Paclitaxel nicht geeignet ist. Auch hier muss ein Tumorprogress nach entsprechender Vortherapie vorliegen.

In der Kombinationstherapie wird Ramucirumab zusammen mit Paclitaxel verabreicht. Dies stellt das reguläre Vorgehen dar, sofern keine Kontraindikationen gegen Paclitaxel bestehen.

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Quelle: G-BA Nutzenbewertung: Ramucirumab (Bewertung nach Aufhebung des Orphan Drug-Status: Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs; Kombination mit Paclitaxel) (G-BA, 2016). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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