G-BA2019

Emicizumab bei Hämophilie A ohne Hemmkörper: G-BA Beschluss

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: G-BA (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Dieser Artikel basiert auf dem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) aus dem Jahr 2019 zur Nutzenbewertung nach § 35a SGB V. Bewertet wird der Wirkstoff Emicizumab (Handelsname Hemlibra®).

Da der vorliegende Quelltext primär administrative Verfahrensdaten enthält, wurden allgemeine medizinische Hintergrundinformationen ergänzt. Die schwere Hämophilie A ist eine erbliche Blutgerinnungsstörung, die durch einen Mangel an Faktor VIII gekennzeichnet ist.

Ohne adäquate Prophylaxe kommt es bei Betroffenen zu spontanen und teils lebensbedrohlichen Blutungsereignissen, insbesondere in Gelenken und Muskeln. Emicizumab wird eingesetzt, um die Funktion des fehlenden Gerinnungsfaktors zu imitieren und Blutungen präventiv zu verhindern.

Empfehlungen

Anwendungsgebiet

Laut G-BA-Beschluss wird Emicizumab für ein spezifisches neues Anwendungsgebiet bewertet. Das Medikament wird als Routineprophylaxe von Blutungsereignissen eingesetzt.

Die Indikation umfasst gemäß der Fachinformation Personen mit:

  • Schwerer Hämophilie A (hereditärer Faktor-VIII-Mangel)

  • Einer Faktor-VIII-Aktivität von unter 1 %

  • Fehlenden Faktor-VIII-Hemmkörpern

Verfahrensdetails

Der G-BA hat das Nutzenbewertungsverfahren für dieses Anwendungsgebiet am 05.09.2019 abgeschlossen. Die Festlegung der zweckmäßigen Vergleichstherapie ist in den zugehörigen Anlagen der Arzneimittel-Richtlinie (Anlage XII) dokumentiert.

Es wird darauf hingewiesen, dass für andere Anwendungsgebiete des Wirkstoffs (beispielsweise bei Vorliegen von Hemmkörpern) separate Bewertungsverfahren existieren.

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💡Praxis-Tipp

Bei der Indikationsstellung für Emicizumab ist streng auf den aktuellen Hemmkörper-Status zu achten. Der vorliegende G-BA-Beschluss bezieht sich explizit nur auf die Anwendung bei schwerer Hämophilie A, wenn keine Faktor-VIII-Hemmkörper nachweisbar sind.

Häufig gestellte Fragen

Der G-BA bewertete Emicizumab zur Routineprophylaxe von Blutungsereignissen. Dies gilt spezifisch für Personen mit schwerer Hämophilie A (FVIII < 1 %), die keine Faktor-VIII-Hemmkörper aufweisen.

Das Medikament wird als Routineprophylaxe eingesetzt. Ziel ist es, das Auftreten von spontanen Blutungsereignissen bei der schweren Hämophilie A zu verhindern.

Das Nutzenbewertungsverfahren für Emicizumab bei Hämophilie A ohne Hemmkörper wurde am 05.09.2019 durch den G-BA abgeschlossen. Der Beschluss trat am selben Tag in Kraft.

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Quelle: G-BA Nutzenbewertung: Emicizumab (neues Anwendungsgebiet: Hämophilie A, ohne Faktor-VIII-Hemmkörpern) (G-BA, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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