G-BA2019

HIV-Therapie mit Delstrigo: G-BA Nutzenbewertung

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: G-BA (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf den administrativen Dokumenten der G-BA Nutzenbewertung aus dem Jahr 2019. Gegenstand des Verfahrens ist die Fixkombination aus Doravirin, Lamivudin und Tenofovirdisoproxil, die unter dem Handelsnamen Delstrigo® vertrieben wird.

Das Medikament wird zur antiretroviralen Therapie bei Infektionen mit dem humanen Immundefizienzvirus (HIV) eingesetzt. Die Kombinationstherapie zielt darauf ab, die Viruslast zu senken und die Immunfunktion der Betroffenen zu erhalten.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) bewertet in diesem Verfahren den Zusatznutzen der Wirkstoffkombination im Vergleich zu bestehenden zweckmäßigen Vergleichstherapien.

Empfehlungen

Die G-BA Nutzenbewertung definiert die genauen Einsatzgebiete für die Wirkstoffkombination.

Zugelassenes Anwendungsgebiet

Laut G-BA ist das Präparat Delstrigo® für folgende Patientengruppe angezeigt:

  • Erwachsene Patienten

  • Vorliegen einer Infektion mit dem humanen Immundefizienzvirus Typ 1 (HIV-1)

Voraussetzungen für die Therapie

Es wird eine strikte Einschränkung bezüglich des Resistenzprofils des Virus vorgegeben. Die Behandlung ist nur zulässig, wenn die HI-Viren keine Mutationen aufweisen, die mit einer Resistenz gegen bestimmte Wirkstoffklassen assoziiert sind.

Dazu zählen laut Dokument Resistenzen gegen:

  • Die Substanzklasse der NNRTI (nicht-nukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren)

  • Den Wirkstoff Lamivudin

  • Den Wirkstoff Tenofovir

Kontraindikationen

Das Vorliegen von Virusmutationen, die bekanntermaßen mit einer Resistenz gegen nicht-nukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NNRTI), Lamivudin oder Tenofovir einhergehen, schließt eine Behandlung mit dieser Wirkstoffkombination gemäß Anwendungsgebiet aus.

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💡Praxis-Tipp

Vor der Einleitung einer Therapie mit Doravirin/Lamivudin/Tenofovirdisoproxil wird eine sorgfältige Überprüfung des virologischen Resistenzprofils vorausgesetzt. Es ist essenziell sicherzustellen, dass keine Mutationen gegen NNRTI, Lamivudin oder Tenofovir vorliegen, um ein Therapieversagen zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Laut G-BA ist das Medikament für die Behandlung von Erwachsenen zugelassen, die mit dem humanen Immundefizienzvirus (HIV-1) infiziert sind.

Die Therapie ist nicht angezeigt, wenn das HI-Virus Mutationen aufweist, die mit einer Resistenz gegen NNRTI, Lamivudin oder Tenofovir assoziiert sind.

Das Kombinationspräparat enthält die antiretroviralen Wirkstoffe Doravirin, Lamivudin und Tenofovirdisoproxil.

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Quelle: G-BA Nutzenbewertung: Doravirin/Lamivudin/Tenofovirdisoproxil (HIV-Infektion) (G-BA, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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