G-BA2018

Alirocumab bei Hypercholesterinämie: G-BA Beschluss

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KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: G-BA (2018)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat 2019 eine erneute Nutzenbewertung für den Wirkstoff Alirocumab (Praluent) durchgeführt. Das Verfahren basiert auf neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Behandlung von Stoffwechselkrankheiten.

Alirocumab wird bei Erwachsenen zur Behandlung der primären Hypercholesterinämie eingesetzt. Dies umfasst sowohl die heterozygote familiäre als auch die nicht familiäre Form sowie die gemischte Dyslipidämie.

Die Therapie erfolgt in der Regel begleitend zu einer Diät. Ziel ist es, die LDL-Cholesterin-Werte bei Risikopersonen effektiv zu senken, wenn Standardtherapien nicht ausreichen oder nicht vertragen werden.

Empfehlungen

Der G-BA-Beschluss definiert basierend auf der Fachinformation folgende Anwendungsgebiete für Alirocumab:

Kombinationstherapie

Laut Beschluss ist Alirocumab in Kombination mit einem Statin indiziert, wenn die LDL-C-Zielwerte nicht erreicht werden. Dies gilt für Personen unter einer maximal verträglichen Statintherapie.

Zusätzlich können gemäß Dokument folgende Prinzipien angewendet werden:

  • Kombination mit einem Statin

  • Kombination mit einem Statin und weiteren lipidsenkenden Therapien

Monotherapie und Statin-Unverträglichkeit

Eine Anwendung als Monotherapie wird beschrieben, wenn Statine kontraindiziert sind. Gleiches gilt bei Vorliegen einer Statin-Unverträglichkeit.

Auch in diesen Fällen ist eine Kombination mit anderen lipidsenkenden Medikamenten (mit Ausnahme von Statinen) möglich.

Kardiovaskuläre Endpunkte

Das Dokument weist explizit darauf hin, dass die Wirkung von Alirocumab auf die kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität zum Zeitpunkt der Bewertung noch nicht belegt ist.

Kontraindikationen

Der Beschluss nennt keine spezifischen Kontraindikationen für Alirocumab selbst. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass das Medikament als Monotherapie eingesetzt wird, wenn Statine kontraindiziert sind oder eine Statin-Unverträglichkeit vorliegt.

Zudem wird betont, dass ein positiver Effekt auf die kardiovaskuläre Mortalität und Morbidität bisher nicht belegt ist.

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💡Praxis-Tipp

Das Dokument betont, dass Alirocumab primär als Eskalationstherapie vorgesehen ist, wenn unter einer maximal verträglichen Statintherapie die LDL-C-Zielwerte nicht erreicht werden. Bei der Aufklärung ist zu berücksichtigen, dass ein positiver Effekt auf die kardiovaskuläre Mortalität laut diesem Beschluss noch nicht abschließend belegt ist.

Häufig gestellte Fragen

Der G-BA nennt den Einsatz bei primärer Hypercholesterinämie oder gemischter Dyslipidämie. Es wird begleitend zu einer Diät bei Erwachsenen angewendet.

Ja, der Beschluss beschreibt die Monotherapie bei Personen mit Statin-Unverträglichkeit. Auch wenn Statine kontraindiziert sind, ist diese Anwendung möglich.

Laut dem vorliegenden Dokument ist die Wirkung auf die kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität noch nicht belegt. Dies war der Stand zum Zeitpunkt der Nutzenbewertung.

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Quelle: G-BA Nutzenbewertung: Alirocumab (Erneute Nutzenbewertung § 14: Hypercholesterinämie oder gemischte Dyslipidämie) (G-BA, 2018). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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