G-BA2021

Afamelanotid bei Protoporphyrie: G-BA Nutzenbewertung

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: G-BA (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat im Jahr 2021 eine Neubewertung nach Fristablauf für den Wirkstoff Afamelanotid (Handelsname Scenesse) durchgeführt. Das Verfahren regelt die Nutzenbewertung nach § 35a SGB V.

Afamelanotid wird zur Behandlung der erythropoetischen Protoporphyrie (EPP), einer seltenen Stoffwechselerkrankung, eingesetzt. Das Medikament besitzt den Status eines Orphan Drugs, also eines Arzneimittels zur Behandlung seltener Leiden.

Das primäre therapeutische Zielgebiet ist die Prävention und Behandlung der schweren Phototoxizität, unter der Betroffene mit EPP leiden. Die vorliegende Dokumentation fasst den administrativen Abschluss dieses Bewertungsverfahrens zusammen.

Empfehlungen

Die Dokumentation des G-BA beschreibt keine direkten klinischen Handlungsanweisungen, sondern fasst den formalen Beschluss zur Nutzenbewertung zusammen.

Verfahrensstatus und Beschluss

Laut G-BA-Dokumentation wurde das Verfahren wie folgt abgeschlossen:

  • Es handelt sich um eine Neubewertung nach Fristablauf für den Wirkstoff Afamelanotid.

  • Der finale Beschluss zur Änderung der Arzneimittel-Richtlinie (Anlage XII) trat am 01.07.2021 in Kraft.

  • Ein vorheriges Bewertungsverfahren zu diesem Wirkstoff aus dem Jahr 2016 wurde in diesem Zuge aufgehoben.

Anwendungsgebiet

Der Beschluss des G-BA bezieht sich auf folgende spezifische Indikation:

  • Behandlung der Phototoxizität bei erythropoetischer Protoporphyrie (EPP).

  • Der Wirkstoff wird in die therapeutische Kategorie der Stoffwechselkrankheiten eingeordnet.

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💡Praxis-Tipp

Da Afamelanotid den Status eines Orphan Drugs besitzt, gelten besondere regulatorische Rahmenbedingungen für die Verordnung. Es wird darauf hingewiesen, dass der aktuelle G-BA-Beschluss von 2021 ältere Bewertungen aus dem Jahr 2016 ersetzt und die rechtliche Grundlage für die aktuelle Verordnungsfähigkeit bei erythropoetischer Protoporphyrie bildet.

Häufig gestellte Fragen

Laut G-BA wird Afamelanotid zur Behandlung der Phototoxizität bei der erythropoetischen Protoporphyrie (EPP) eingesetzt. Es handelt sich dabei um eine seltene Stoffwechselkrankheit.

Ja, die G-BA-Dokumentation bestätigt, dass Afamelanotid als Arzneimittel zur Behandlung eines seltenen Leidens (Orphan Drug) eingestuft ist.

Der G-BA hat das Verfahren zur Neubewertung nach Fristablauf mit dem Beschluss vom 01.07.2021 offiziell abgeschlossen. Ein älteres Verfahren aus dem Jahr 2016 wurde damit aufgehoben.

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