Prostatakarzinom (mHSPC) Abirateron: G-BA Beschluss
Hintergrund
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat 2018 ein Nutzenbewertungsverfahren nach § 35a SGB V für den Wirkstoff Abirateronacetat (Zytiga®) abgeschlossen. Diese Zusammenfassung basiert auf den administrativen Eckdaten des G-BA-Beschlusses zur Indikationserweiterung.
Das Prostatakarzinom ist eine der häufigsten Krebserkrankungen bei Männern. Im fortgeschrittenen, metastasierten Stadium wird standardmäßig eine Androgenentzugstherapie (ADT) eingesetzt, da der Tumor in dieser Phase in der Regel hormonsensitiv wächst.
Die vorliegende Bewertung befasst sich mit dem Einsatz von Abirateronacetat in einem früheren Krankheitsstadium. Konkret wird die Anwendung bei neu diagnostizierten, metastasierten und noch hormonsensitiven Tumoren mit hohem Risiko bewertet.
Empfehlungen
Der G-BA-Beschluss definiert das genaue Anwendungsgebiet für die Indikationserweiterung von Abirateronacetat.
Zugelassenes Anwendungsgebiet
Laut G-BA ist Abirateronacetat (Zytiga®) für folgende spezifische Patientengruppe indiziert:
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Erwachsene Männer mit einem neu diagnostizierten Prostatakarzinom.
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Die Erkrankung muss metastasiert und hormonsensitiv sein (mHSPC).
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Es muss sich um eine Hochrisiko-Konstellation handeln.
Kombinationstherapie
Die Anwendung von Abirateronacetat erfolgt laut Dokument nicht als Monotherapie. Es wird eine Kombination mit folgenden Wirkstoffen vorgegeben:
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Prednison oder Prednisolon
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Androgenentzugstherapie (Androgen Deprivation Therapy, ADT)
Dosierung
Der G-BA-Beschluss nennt die zugelassenen Kombinationspartner für das spezifische Anwendungsgebiet. Konkrete Milligramm-Angaben zur Dosierung sind in diesem administrativen Dokument nicht aufgeführt.
| Wirkstoff | Kombination | Indikation |
|---|---|---|
| Abirateronacetat | + Prednison/Prednisolon + ADT | Neu diagnostiziertes Hochrisiko-mHSPC |
💡Praxis-Tipp
Laut G-BA-Beschluss ist bei der Verordnung von Abirateronacetat im Rahmen dieser Indikationserweiterung zwingend auf die Kombinationstherapie zu achten. Der Wirkstoff ist bei neu diagnostiziertem Hochrisiko-mHSPC ausschließlich in Kombination mit Prednison oder Prednisolon sowie einer begleitenden Androgenentzugstherapie (ADT) indiziert.
Häufig gestellte Fragen
Laut G-BA bezieht sich die Bewertung auf das neu diagnostizierte, Hochrisiko-metastasierte hormonsensitive Prostatakarzinom (mHSPC) bei erwachsenen Männern.
Das Dokument gibt vor, dass die Behandlung zwingend in Kombination mit Prednison oder Prednisolon sowie einer Androgenentzugstherapie (ADT) erfolgen muss.
Es handelt sich um eine frühe Nutzenbewertung nach § 35a SGB V. Der G-BA bewertet dabei den Zusatznutzen des Medikaments in dem neuen Anwendungsgebiet gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie.
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Quelle: G-BA Nutzenbewertung: Abirateronacetat (neues Anwendungsgebiet: Prostatakarzinom, Hochrisiko, Kombination mit Androgenentzugstherapie) (G-BA, 2017). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.