BfArM2013

Flupirtin: Lebertoxizität und Indikationseinschränkung

Diese Leitlinie stammt aus 2013 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2013)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Flupirtin ist ein zentral wirkendes, nicht-opioides Analgetikum, das historisch zur Behandlung von Schmerzzuständen eingesetzt wurde.

Im Jahr 2013 veröffentlichte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) einen Rote-Hand-Brief zu flupirtinhaltigen Arzneimitteln. Hintergrund dieser Sicherheitswarnung ist das signifikante Risiko für Leberschädigungen (Lebertoxizität), das im Rahmen einer behördlichen Risikobewertung festgestellt wurde.

Diese Zusammenfassung basiert auf der Kurzinformation des Rote-Hand-Briefs. Zur medizinischen Einordnung: Die behördlichen Maßnahmen umfassten damals unter anderem eine strikte Begrenzung der Anwendungsdauer auf maximal zwei Wochen sowie wöchentliche Leberwertkontrollen, bevor das Medikament im Jahr 2018 aufgrund des ungünstigen Nutzen-Risiko-Verhältnisses komplett vom Markt genommen wurde.

Empfehlungen

Die behördliche Information formuliert zentrale Sicherheitsmaßnahmen für die Anwendung von flupirtinhaltigen Arzneimitteln. Aufgrund des bewerteten Risikos für Lebertoxizität werden folgende Einschränkungen vorgegeben:

Einschränkung der Indikation

  • Es wird eine strikte Einschränkung der therapeutischen Zielgruppe für flupirtinhaltige Arzneimittel gefordert.

  • Die Indikationsstellung muss unter strenger Berücksichtigung des hepatotoxischen Potenzials erfolgen.

Begrenzung der Therapiedauer

  • Das Dokument gibt eine zwingende Begrenzung der Behandlungsdauer vor.

  • Diese Maßnahme dient der Minimierung des Risikos für medikamentös induzierte, potenziell schwere Leberschäden.

Kontraindikationen

Aufgrund der Lebertoxizität wird vor einer unkritischen Anwendung gewarnt. Bei bestehenden Lebererkrankungen oder gleichzeitiger Einnahme anderer hepatotoxischer Substanzen ist eine Anwendung zu vermeiden.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Es wird dringend empfohlen, bei Patienten unter Flupirtin-Therapie auf klinische Zeichen einer Leberschädigung zu achten und die strengen Vorgaben zur maximalen Therapiedauer sowie zu den Monitoring-Intervallen der Leberwerte zwingend einzuhalten.

Häufig gestellte Fragen

Die Veröffentlichung erfolgte aufgrund eines bewerteten, signifikanten Risikos für Lebertoxizität bei der Anwendung flupirtinhaltiger Arzneimittel.

Es wird eine strikte Einschränkung der therapeutischen Zielgruppe sowie eine Begrenzung der Behandlungsdauer gefordert, um das Risiko von Leberschäden zu minimieren.

Nein, nach weiteren Risikobewertungen wurde die Zulassung für flupirtinhaltige Arzneimittel im Jahr 2018 in der Europäischen Union aufgrund der Lebertoxizität komplett widerrufen.

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Quelle: Rote-Hand-Brief zu Flupirtinhaltige Arzneimittel: Risiko der Lebertoxizität (BfArM, 2013). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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