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Obstruktive Schlafapnoe bei Kleinkindern: ERS Statement (2017)

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf European Respiratory Society (ERS) Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Das ERS Statement von 2017 befasst sich mit der Diagnose und dem Management von obstruktiven schlafbezogenen Atmungsstörungen (SDB) bei Kindern im Alter von 1 bis 23 Monaten.
  • Der Verdacht auf SDB entsteht bei Symptomen oder Auffälligkeiten, die auf eine Obstruktion der oberen Atemwege hinweisen.
  • Die Schwere der SDB wird objektiv gemessen, bevorzugt mittels Polysomnographie, alternativ durch Polygraphie oder nächtliche Oximetrie.
  • Eine Behandlung ist indiziert bei offensichtlicher Obstruktion, abnormaler Schlafstudie mit SDB-Symptomen/Prädispositionen oder bei SDB in Kombination mit komplexen Erkrankungen.
  • Die häufigsten Behandlungsmaßnahmen sind Adenotonsillektomie und kontinuierlicher positiver Atemwegsdruck (CPAP).
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Hintergrund

Das vorliegende Statement der European Respiratory Society (ERS) wurde von einer Task Force erstellt, um die Evidenz und aktuelle Praxis bezüglich der Diagnose und des Managements von obstruktiven schlafbezogenen Atmungsstörungen (SDB) bei Kindern im Alter von 1 bis 23 Monaten zusammenzufassen. Eine systematische Literaturrecherche von 159 Artikeln diente dazu, klinisch relevante Fragen zu beantworten.

Definition und Symptome

Obstruktive schlafbezogene Atmungsstörungen (SDB) bei Kindern im Alter von 1 bis 23 Monaten sind eine multifaktorielle Erkrankung. Der Verdacht auf SDB besteht, wenn Symptome oder Auffälligkeiten identifiziert werden, die auf eine Obstruktion der oberen Atemwege hindeuten, wie zum Beispiel Schnarchen.

Morbidität und Begleiterkrankungen

SDB kann mit verschiedenen Morbiditäten und Begleiterkrankungen einhergehen:

  • Pulmonale Hypertonie
  • Wachstumsverzögerung
  • Verhaltensprobleme
  • Fütterungsschwierigkeiten
  • Wiederkehrende Otitis media

Diagnostik

Die Schwere der SDB wird objektiv gemessen. Hierfür stehen verschiedene Methoden zur Verfügung:

  • Polysomnographie: Bevorzugte Methode zur objektiven Messung der SDB-Schwere.
  • Polygraphie
  • Nächtliche Oximetrie

Therapieindikation

Kinder profitieren von einer Behandlung, wenn eine der folgenden Bedingungen vorliegt:

  • Offensichtliche Obstruktion der oberen Atemwege im Wachzustand.
  • Abnormale Schlafstudie in Kombination mit SDB-Symptomen (z.B. Schnarchen) und/oder prädisponierenden Bedingungen (z.B. mandibuläre Hypoplasie).
  • SDB in Kombination mit komplexen Erkrankungen (z.B. Down-Syndrom, Prader-Willi-Syndrom).

Behandlungsoptionen

Die Behandlung von obstruktiven SDB bei Kindern von 1 bis 23 Monaten erfordert eine objektive Beurteilung und die Behandlung aller zugrunde liegenden Anomalien, die zur Obstruktion der oberen Atemwege während des Schlafs beitragen. Die am häufigsten verwendeten Behandlungsmaßnahmen sind:

  • Adenotonsillektomie
  • Kontinuierlicher positiver Atemwegsdruck (CPAP)

Zusätzlich können Interventionen eingesetzt werden, die auf spezifische Bedingungen abzielen, wie zum Beispiel:

  • Supraglottoplastik bei Laryngomalazie
  • Nasopharyngealer Atemweg bei mandibulärer Hypoplasie

💡Praxis-Tipp

Bei Verdacht auf obstruktive schlafbezogene Atmungsstörungen (SDB) bei Kleinkindern von 1-23 Monaten sollte eine objektive Diagnostik, bevorzugt mittels Polysomnographie, angestrebt werden, um die Schwere der Erkrankung zu beurteilen.

Häufig gestellte Fragen

Der Verdacht auf SDB besteht bei Symptomen oder Auffälligkeiten, die auf eine Obstruktion der oberen Atemwege hindeuten, wie zum Beispiel Schnarchen.
Die Schwere der SDB wird objektiv gemessen, bevorzugt mittels Polysomnographie, alternativ durch Polygraphie oder nächtliche Oximetrie.
Eine Behandlung ist indiziert bei offensichtlicher Obstruktion der oberen Atemwege im Wachzustand, einer abnormalen Schlafstudie mit SDB-Symptomen/Prädispositionen oder bei SDB in Kombination mit komplexen Erkrankungen.
Die häufigsten Behandlungsmaßnahmen sind Adenotonsillektomie und kontinuierlicher positiver Atemwegsdruck (CPAP). Spezifische Interventionen können bei zugrunde liegenden Anomalien wie Laryngomalazie oder mandibulärer Hypoplasie angewendet werden.

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