Propranolol in Schwangerschaft & Stillzeit: Embryotox

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Embryotox (2026)|Arzneimittel-Fachinformation|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Propranolol ist ein lipophiler, nicht-kardioselektiver Betablocker, der plazentagängig ist. Er wird unter anderem zur Behandlung der arteriellen Hypertonie, zur Migräneprophylaxe sowie bei essentiellem Tremor und tachykarden Herzrhythmusstörungen eingesetzt.

Die vorliegende Zusammenfassung basiert auf den Empfehlungen von Embryotox zur Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit. Der Erfahrungsumfang für den Einsatz dieses Wirkstoffs während der Schwangerschaft wird von der Quelle als hoch eingestuft.

Empfehlungen

Erstes Trimenon

Laut Leitlinie gibt es bei der Anwendung von Betablockern keine Hinweise auf ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko. Für Propranolol liegen Erfahrungen aus circa 1000 ausgewerteten Schwangerschaftsverläufen vor.

Zweites und drittes Trimenon

Die Datenlage bezüglich eines geringeren Geburtsgewichts (Small for gestational age) bei exponierten Kindern ist nicht abschließend geklärt. Es wird darauf hingewiesen, dass eine Assoziation für Betablocker insgesamt beschrieben wurde, in spezifischen Studien für Propranolol jedoch nicht bestätigt werden konnte.

Ein erhöhtes Risiko für Frühgeburtlichkeit kann laut Quelle nicht ausgeschlossen werden. Dies hängt jedoch maßgeblich von der Schwere der mütterlichen Hypertonie ab.

Perinatalperiode

Bei einer Therapie bis zur Geburt wird ein Monitoring des Neugeborenen empfohlen. Dabei sollte auf folgende Symptome einer neonatalen Betablockade geachtet werden:

  • Hypoglykämie

  • Bradykardie

  • Selten auftretende Hypotonie oder Atemstörungen

Ein Absetzen der Medikation 24 bis 48 Stunden vor der Entbindung wird von der Leitlinie als kaum zu rechtfertigen eingestuft. Die meist milden Symptome beim Neugeborenen bessern sich in der Regel innerhalb von 48 Stunden folgenlos.

Stillzeit

Propranolol gehört zusammen mit Metoprolol zu den Betablockern der Wahl in der Stillzeit. Aufgrund der hohen Proteinbindung und der geringen relativen Dosis gelten Symptome einer Betablockade beim gestillten Säugling als unwahrscheinlich.

Alternativen

Die Quelle nennt je nach Indikation spezifische medikamentöse Alternativen.

IndikationBevorzugte Wirkstoffe
Arterielle Hypertonie (ohne Begleiterkrankungen)Metoprolol, Alpha-Methyldopa
Betablocker der Wahl in der StillzeitPropranolol, Metoprolol
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💡Praxis-Tipp

Ein wichtiger Hinweis der Quelle betrifft das Vorgehen kurz vor der Entbindung. Ein präpartales Absetzen von Propranolol 24 bis 48 Stunden vor der Geburt wird als kaum zu rechtfertigen eingestuft. Stattdessen wird empfohlen, die Therapie fortzuführen und Geburtshelfer sowie Pädiater über die mütterliche Medikation zu informieren, um das Neugeborene auf milde, vorübergehende Symptome einer Betablockade zu überwachen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Embryotox kann Propranolol bei entsprechender Indikation in der Schwangerschaft eingesetzt werden. Ausgewertete Schwangerschaftsverläufe zeigen keine Hinweise auf ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko.

Bei einer arteriellen Hypertonie ohne weitere Begleiterkrankungen nennt die Quelle Metoprolol oder Alpha-Methyldopa als besser geeignete Alternativen. Die Wahl hängt jedoch von der genauen Indikation ab.

Ein Absetzen 24 bis 48 Stunden vor der Entbindung wird von der Leitlinie nicht empfohlen. Es wird stattdessen ein postpartales Monitoring auf Bradykardie und Hypoglykämie beim Neugeborenen angeraten.

Ja, Propranolol gilt laut Quelle als einer der Betablocker der Wahl in der Stillzeit. Symptome beim gestillten Säugling sind aufgrund der pharmakokinetischen Eigenschaften sehr unwahrscheinlich.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.

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