Lisinopril in Schwangerschaft & Stillzeit: Embryotox

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Embryotox (2026)|Arzneimittel-Fachinformation|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Lisinopril ist ein ACE-Hemmer, der zur Behandlung der arteriellen Hypertonie, der Herzinsuffizienz und des akuten Herzinfarkts eingesetzt wird. Der Wirkstoff hemmt die Umwandlung von Angiotensin I in Angiotensin II und führt so zu einer herabgesetzten vasopressorischen Aktivität.

Laut Embryotox wird Lisinopril aufgrund gesicherter Teratogenität und gravierender Fetotoxizität in die rote Kategorie eingestuft. Der Erfahrungsumfang für die Gruppe der ACE-Hemmer in der Schwangerschaft wird als sehr hoch bewertet.

Während im ersten Trimenon keine eindeutige Teratogenität nachgewiesen wurde, besteht im weiteren Verlauf der Schwangerschaft ein erhebliches Risiko für das ungeborene Kind. Die hochkritische Zeit für das Auftreten von Fetopathie-Symptomen beginnt ab der 20. Schwangerschaftswoche.

Empfehlungen

Die Embryotox-Empfehlungen zu Lisinopril umfassen folgende Aspekte:

Schwangerschaftsplanung und 1. Trimenon

Die Leitlinie rät von einem Einsatz im ersten Trimenon ab. Bei einer versehentlichen Einnahme in der Frühschwangerschaft wird empfohlen:

  • Die Therapie auf ein risikoärmeres Antihypertensivum umzustellen

  • Der Schwangeren eine weiterführende Ultraschalldiagnostik anzubieten

2. und 3. Trimenon

Ab der 20. Schwangerschaftswoche ist Lisinopril strikt kontraindiziert. Es besteht ein hohes Risiko für eine ACE-Hemmer-Fetopathie. Bei einer Exposition nach der 20. Woche wird Folgendes gefordert:

  • Umgehender Therapieabbruch und Umstellung der Medikation

  • Sonografischer Ausschluss eines Oligohydramnions im weiteren Verlauf

  • Kontrolle der Nierenfunktion und Nierensonografie beim Neugeborenen

  • Überwachung des Neugeborenen auf eine mögliche Hypotonie

Alternativmedikation

Als besser geeignete Alternativen bei arterieller Hypertonie ohne Begleiterkrankungen nennt die Quelle:

  • Metoprolol

  • Alpha-Methyldopa

  • Nifedipin (insbesondere im 2. und 3. Trimenon)

Stillzeit

Es liegen keine dokumentierten Erfahrungen zur Anwendung von Lisinopril in der Stillzeit vor. Wenn zwingend ein ACE-Hemmer verordnet werden muss, wird Captopril als Mittel der ersten Wahl empfohlen, da es den geringsten Übergang in die Muttermilch aufweist.

Kontraindikationen

Lisinopril ist im 2. und 3. Trimenon, insbesondere ab der 20. Schwangerschaftswoche, kontraindiziert.

Die Einnahme kann zu einer schweren Fetopathie führen, die durch eine fetale Nierenfunktionsstörung, Oligo- oder Anhydramnion, Kontrakturen der Extremitäten sowie Lungen- und Schädelhypoplasie gekennzeichnet ist. Eine schwere Fetopathie kann zum intrauterinen Fruchttod oder zum Versterben in der Neugeborenenperiode führen.

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💡Praxis-Tipp

Bei Säuglingen unter zwei Monaten, deren Mütter in der Stillzeit zwingend mit einem ACE-Hemmer behandelt werden, wird eine engmaschige klinische Überwachung empfohlen. Es sollte laut Embryotox gezielt auf Ödeme und den Gewichtsverlauf geachtet werden, da dies wichtige Indikatoren für eine gestörte Nierenfunktion des Kindes darstellen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Embryotox sollte Lisinopril im ersten Trimenon vermieden werden und ist im zweiten sowie dritten Trimenon kontraindiziert. Es besteht ab der 20. Schwangerschaftswoche das Risiko einer schweren Fetopathie.

Es wird empfohlen, die Medikation umgehend auf ein sichereres Antihypertensivum umzustellen. Zudem kann der Patientin eine weiterführende Ultraschalluntersuchung angeboten werden.

Als besser geeignete Alternativen bei unkomplizierter Hypertonie nennt die Leitlinie Metoprolol und Alpha-Methyldopa. Im zweiten und dritten Trimenon wird auch Nifedipin als Alternative aufgeführt.

Wenn ein ACE-Hemmer in der Stillzeit zwingend erforderlich ist, wird Captopril empfohlen. Dieser Wirkstoff weist laut Quelle den geringsten Übergang in die Muttermilch auf.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.

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