Perindopril in der Schwangerschaft: Embryotox

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Embryotox (2026)|Arzneimittel-Fachinformation|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Perindopril ist ein ACE-Hemmer und wird im Körper als inaktives Prodrug zum aktiven Metaboliten Perindoprilat umgewandelt. Zu den Indikationen gehören laut Embryotox die arterielle Hypertonie, die Herzinsuffizienz sowie die stabile koronare Herzkrankheit.

Die Erfahrungen zur Anwendung von ACE-Hemmern in der Schwangerschaft werden als sehr hoch eingestuft. Die Datenlage basiert auf über 6000 exponierten Schwangerschaften aus verschiedenen Beobachtungs- und Registerstudien.

Empfehlungen

Laut Embryotox ergeben sich folgende Empfehlungen für den Einsatz von Perindopril:

Erstes Trimenon

Im ersten Trimenon ließ sich nach Adjustierung von Risikofaktoren keine Teratogenität nachweisen. Dennoch wird empfohlen, das Medikament in dieser Phase möglichst nicht einzusetzen.

Bei versehentlicher Exposition in der Frühschwangerschaft sollte auf ein risikoärmeres Antihypertensivum umgestellt werden. Zudem kann eine weiterführende Ultraschalluntersuchung angeboten werden.

Zweites und drittes Trimenon

Ab der 20. Schwangerschaftswoche besteht ein hohes Risiko für eine Fetopathie. Die Quelle formuliert folgende Maßnahmen bei einer Exposition in dieser Phase:

  • Umgehende Beendigung und Umstellung der Therapie

  • Ausschluss eines Oligohydramnions im weiteren Verlauf

  • Kontrolle der Nierenfunktion und Ultraschall der Nieren beim Neugeborenen

  • Überwachung des Neugeborenen auf eine mögliche Hypotonie

Stillzeit

In der Stillzeit kann Perindopril verordnet werden, sofern Antihypertensiva der ersten Wahl nicht wirksam oder nicht indiziert sind. Bei einer Neueinstellung in der Stillzeit wird primär empfohlen, Captopril in Erwägung zu ziehen.

Bevorzugte Alternativen

Als besser geeignete Alternativen bei arterieller Hypertonie in der Schwangerschaft nennt die Quelle:

  • Metoprolol

  • Alpha-Methyldopa

  • Nifedipin (insbesondere im zweiten und dritten Trimenon)

Kontraindikationen

Die Anwendung von Perindopril ist im zweiten und dritten Trimenon, insbesondere ab der 20. Schwangerschaftswoche, kontraindiziert.

Die Quelle warnt vor einer fetalen Nierenfunktionsstörung, die zu einem Oligohydramnion oder Anhydramnion führen kann. Weitere genannte Risiken einer Fetopathie umfassen Kontrakturen der Extremitäten, Hypoplasie der Schädelkalotte, Lungenhypoplasie und in seltenen Fällen eine Thrombose der Vena cava inferior.

Eine schwere Fetopathie kann zu einer Totgeburt oder zum Versterben in der Neugeborenenperiode führen.

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💡Praxis-Tipp

Laut Embryotox ist bei gestillten Säuglingen unter zwei Monaten, deren Mütter Perindopril einnehmen, besondere Aufmerksamkeit geboten. Es wird empfohlen, sicherheitshalber auf Ödeme und den Gewichtsverlauf zu achten, da dies klinische Indikatoren für eine gestörte Nierenfunktion des Kindes sein können.

Häufig gestellte Fragen

Laut Embryotox sollte die Therapie auf ein risikoärmeres Antihypertensivum umgestellt werden. Zudem kann der Schwangeren eine weiterführende Ultraschalluntersuchung angeboten werden.

Die Quelle warnt vor einer schweren Fetopathie, die sich meist durch ein Oligohydramnion aufgrund einer fetalen Nierenfunktionsstörung äußert. Dies kann zu Lungenhypoplasie, Schädelhypoplasie und im schlimmsten Fall zum Tod des Neugeborenen führen.

Die Anwendung in der Stillzeit ist laut Leitlinie möglich, wenn Mittel der ersten Wahl nicht indiziert oder unwirksam sind. Es gehen nur geringe Mengen des Wirkstoffs in die Muttermilch über.

Als besser geeignete Alternativen bei arterieller Hypertonie nennt die Quelle Metoprolol und Alpha-Methyldopa. Im zweiten und dritten Trimenon wird zudem Nifedipin als Alternative empfohlen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.

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