Dorzolamid in Schwangerschaft & Stillzeit: Embryotox

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Embryotox (2026)|Arzneimittel-Fachinformation|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Dorzolamid ist ein topisch wirksamer Carboanhydrasehemmer, der zur Senkung des Augeninnendrucks bei okulärer Hypertension und Glaukom eingesetzt wird. Der Wirkstoff wird systemisch resorbiert und reichert sich bei langfristiger Anwendung in den Erythrozyten an.

Laut der Embryotox-Datenbank führen Dorzolamid-Augentropfen nicht zu Störungen des Säure-Basen-Haushaltes oder zu Elektrolytverschiebungen. Der Erfahrungsumfang für die Anwendung in der Schwangerschaft wird von der Quelle als gering eingestuft.

Empfehlungen

Die Embryotox-Empfehlungen umfassen spezifische Hinweise für die verschiedenen Phasen der Familienplanung.

Schwangerschaft

Dorzolamidhaltige Augentropfen dürfen laut Quelle in der gesamten Schwangerschaft angewendet werden, sofern besser untersuchte Alternativen nicht infrage kommen oder unzureichend wirksam sind. Als besser geeignete Alternativen werden Timolol und Latanoprost genannt.

Für die einzelnen Trimenons hält die Leitlinie folgende Datenlage fest:

  • 1. Trimenon: Es gibt bisher keine Hinweise auf eine teratogene Wirkung, systematische Untersuchungen fehlen jedoch.

  • 2. und 3. Trimenon: Es liegen keine Hinweise auf ein fetotoxisches Risiko durch die lokale Anwendung vor.

  • Eine Kohortenstudie zeigte ein erhöhtes Risiko für ein niedriges Geburtsgewicht (< 2500 g), was von den Studienautoren jedoch als möglicher Zufallsbefund diskutiert wird.

Es ergeben sich laut Quelle keine medizinischen Konsequenzen nach einer bereits erfolgten Anwendung in der Schwangerschaft.

Stillzeit

In der Stillzeit können dorzolamidhaltige Augentropfen bei entsprechender Indikation angewendet werden. Es liegen zwar keine systematischen Untersuchungen vor, jedoch wurde bisher nicht über Symptome bei gestillten Säuglingen berichtet.

Dosierung

Die Quelle nennt folgende Konzentration für die topische Anwendung am Auge:

WirkstoffDarreichungsformKonzentrationIndikation
DorzolamidAugentropfen2 %Erhöhter Augeninnendruck, Glaukom
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💡Praxis-Tipp

Um die systemische Resorption des Wirkstoffs zu verringern, wird eine nasolakrimale Okklusion empfohlen. Dabei sollte nach dem Eintropfen der Tränenkanal abgedrückt und die Augenlider für wenige Minuten geschlossen werden. Dies gilt laut Quelle sowohl für die Schwangerschaft als auch für die Stillzeit.

Häufig gestellte Fragen

Laut Embryotox darf Dorzolamid in der gesamten Schwangerschaft angewendet werden, wenn besser untersuchte Alternativen nicht wirken oder nicht infrage kommen. Als bevorzugte Alternativen werden Timolol und Latanoprost genannt.

Bisher gibt es laut Quelle keine Hinweise auf teratogene oder fetotoxische Wirkungen. Eine Studie zeigte ein leicht erhöhtes Risiko für ein niedriges Geburtsgewicht, was jedoch als möglicher Zufallsbefund gewertet wird.

Die Quelle gibt an, dass dorzolamidhaltige Augentropfen bei entsprechender Indikation in der Stillzeit angewendet werden können. Bisher sind keine Symptome bei gestillten Säuglingen bekannt geworden.

Es wird empfohlen, nach der Gabe der Augentropfen eine nasolakrimale Okklusion durchzuführen. Durch das Abdrücken des Tränenkanals und das Schließen der Augen für wenige Minuten lässt sich die systemische Resorption verringern.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.

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