Domperidon in Schwangerschaft & Stillzeit: Embryotox
Hintergrund
Diese Zusammenfassung basiert auf der Monographie von Embryotox zu Domperidon. Der Wirkstoff gehört zur Gruppe der Prokinetika und wird zur symptomatischen Therapie von Übelkeit und Erbrechen eingesetzt.
Die antiemetische Wirkung erfolgt durch die Blockade peripherer Dopamin-Rezeptoren, unter anderem an der Area postrema. Im Gegensatz zu Metoclopramid ist die Substanz nicht ZNS-gängig.
Das Medikament wird von der Quelle in die Kategorie „grau“ eingestuft. Dies weist auf Medikamente hin, zu denen es widersprüchliche oder noch unzureichende Studienergebnisse gibt.
Empfehlungen
Anwendung in der Schwangerschaft
Laut Embryotox liegt für das erste Trimenon ein hoher Erfahrungsumfang mit über 11.000 ausgewerteten Schwangerschaftsverläufen vor. Es zeigte sich insgesamt keine erhöhte Gesamtfehlbildungsrate.
Für das zweite und dritte Trimenon sind die Erfahrungen weniger zahlreich, ergaben jedoch bisher keine Hinweise auf fetotoxische Effekte. Dennoch wird empfohlen, eine Therapie in der Schwangerschaft kritisch zu überprüfen, da Studien zur Wirksamkeit bei Schwangerschaftsübelkeit fehlen.
Als besser geeignete Alternativen bei Schwangerschaftsübelkeit und -erbrechen nennt die Monographie:
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Doxylamin, Meclozin oder Dimenhydrinat als primäre Optionen
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Metoclopramid oder Ondansetron kurzfristig bei schwerer mütterlicher Symptomatik
Anwendung in der Stillzeit
Die Anwendung von Domperidon zur Steigerung der Milchproduktion wird aufgrund des mütterlichen Risikos für kardiale Nebenwirkungen kritisch beurteilt. Zudem fehlen fundierte Empfehlungen zu Dosierung und Therapiedauer für diese Indikation.
Sollte eine kurzfristige Gabe bei anderen Indikationen dringend erforderlich sein, ist laut Quelle keine Stillpause erforderlich. Dies wird mit der geringen relativen Dosis von 0,1 bis 0,35 % für das gestillte Kind begründet.
Dosierung
Die Monographie verweist auf eine Dosisbegrenzung aufgrund möglicher Nebenwirkungen:
| Wirkstoff | Maximale Tagesdosis | Indikation |
|---|---|---|
| Domperidon | 30 mg/Tag (in Deutschland) | Symptomatische Therapie von Übelkeit und Erbrechen |
Kontraindikationen
Die Quelle weist auf schwerwiegende kardiale Risiken hin:
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Nach intravenöser Gabe hoher Dosen im Rahmen einer Chemotherapie wurden kardiale Arrhythmien beschrieben.
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In den USA wurde das Medikament aufgrund dieser kardialen Nebenwirkungen vollständig vom Markt genommen.
💡Praxis-Tipp
Laut Monographie wird der Off-Label-Einsatz von Domperidon zur Steigerung der Milchproduktion in der Stillzeit kritisch gesehen. Es wird darauf hingewiesen, dass für die Mutter ein Risiko für unerwünschte kardiale Wirkungen besteht und fundierte Dosierungsempfehlungen für diese Indikation fehlen.
Häufig gestellte Fragen
Laut Embryotox fehlen Studien zur Wirksamkeit bei Schwangerschaftsübelkeit und -erbrechen. Es wird empfohlen, besser geeignete Alternativen wie Doxylamin, Meclozin oder Dimenhydrinat zu bevorzugen.
Die Monographie gibt an, dass bei einer dringend erforderlichen, kurzfristigen Gabe keine Stillpause notwendig ist. Der Übergang in die Muttermilch ist mit einer relativen Dosis von maximal 0,35 % sehr gering.
Die Begrenzung auf maximal 30 mg pro Tag erfolgte aufgrund von beschriebenen kardialen Arrhythmien. In den USA wurde das Medikament aus diesem Grund sogar vollständig vom Markt genommen.
Basierend auf über 11.000 ausgewerteten Schwangerschaftsverläufen zeigt sich laut Quelle keine erhöhte Gesamtfehlbildungsrate. Der Erfahrungsumfang für das erste Trimenon wird als hoch eingestuft.
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Quelle: Embryotox: Domperidon in der Schwangerschaft/Stillzeit (Embryotox, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.