Cabergolin in Schwangerschaft & Stillzeit: Embryotox
Hintergrund
Diese Zusammenfassung basiert auf der Monographie von Embryotox zu Cabergolin. Cabergolin ist ein lang wirkender Dopaminagonist, der primär eine Prolaktin-senkende Wirkung entfaltet.
Der Wirkstoff stimuliert direkt die D2-dopaminergen Rezeptoren an den laktotrophen Zellen der Hypophyse. In höheren Dosierungen zeigt die Substanz zudem einen zentralen dopaminergen Effekt.
Zu den zugelassenen Indikationen gehören die hyperprolaktinämische Amenorrhoe, das primäre medikamentöse Abstillen sowie Morbus Parkinson. Zudem wird es off-label beim Restless-Legs-Syndrom eingesetzt.
Empfehlungen
Schwangerschaft und Fehlbildungsrisiko
Laut Embryotox liegt für Cabergolin ein hoher Erfahrungsumfang vor, der auf der Auswertung von etwa 800 Schwangerschaften basiert.
Die Quelle formuliert folgende Kernaussagen zur Sicherheit:
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Im ersten Trimenon führt der Wirkstoff nicht zu einer Erhöhung der Abortrate und wirkt nicht teratogen.
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Für das zweite und dritte Trimenon sowie die Perinatalperiode sind bisher keine fetotoxischen Effekte bekannt.
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Eine Anwendung in der Schwangerschaft hat laut Quelle keine negativen Konsequenzen für das ungeborene Kind.
Therapieplanung und Alternativen
Da das Medikament häufig im Rahmen einer Sterilitätsbehandlung bei hyperprolaktinämischer Amenorrhoe eingesetzt wird, wird in der Regel ein Absetzen nach Feststellung der Schwangerschaft empfohlen.
Als Mittel der Wahl zur Behandlung einer hyperprolaktinämischen Amenorrhoe nennt die Quelle neben Cabergolin auch Bromocriptin.
Anwendung in der Stillzeit
Hinsichtlich der Stillzeit liegen laut Embryotox keine Berichte über Symptome beim gestillten Säugling vor.
Es werden folgende Empfehlungen zur Laktation gegeben:
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Solange Milch produziert wird, kann auch unter Therapie mit einem Prolaktinhemmer gestillt werden.
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Für das primäre medikamentöse Abstillen gilt Cabergolin aufgrund seiner guten Verträglichkeit als Mittel der Wahl.
💡Praxis-Tipp
Obwohl Cabergolin in der Schwangerschaft nicht teratogen wirkt, wird laut Embryotox in der Regel ein Absetzen empfohlen, sobald die Schwangerschaft festgestellt wurde. Dies gilt insbesondere, wenn das Medikament zuvor im Rahmen einer Sterilitätsbehandlung eingesetzt wurde. Für das primäre Abstillen wird der Wirkstoff aufgrund der guten Verträglichkeit als Mittel der Wahl hervorgehoben.
Häufig gestellte Fragen
Laut Embryotox ist Cabergolin nicht teratogen und erhöht die Abortrate nicht. Es sind auch im weiteren Verlauf der Schwangerschaft keine fetotoxischen Effekte bekannt.
Die Quelle empfiehlt in der Regel das Absetzen des Medikaments, sobald eine Schwangerschaft festgestellt wird. Dies betrifft vor allem Frauen, die den Wirkstoff zur Sterilitätsbehandlung einnehmen.
Gemäß Embryotox kann gestillt werden, solange unter der Therapie mit dem Prolaktinhemmer noch Milch produziert wird. Es liegen keine Berichte über Nebenwirkungen beim gestillten Säugling vor.
Cabergolin wird von der Quelle als Mittel der Wahl für das primäre medikamentöse Abstillen eingestuft. Dies wird mit der guten Verträglichkeit des Wirkstoffs begründet.
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Quelle: Embryotox: Cabergolin in der Schwangerschaft/Stillzeit (Embryotox, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.